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Die Fish-Bowl-Diskussion ist eine Moderationsmethode, die in Gruppendiskussionen eingesetzt wird, um einen offenen und strukturierten Dialog zu ermöglichen. Die Grundstruktur besteht darin, dass eine kleine Gruppe von Teilnehmenden, in der Regel etwa 4-6 Personen, in einem inneren Kreis (das „Fischglas“) sitzt und ein bestimmtes Thema diskutiert. Gleichzeitig bildet eine äußere Gruppe einen Kreis und beobachtet die Diskussion. Nach einer bestimmten Zeit, beispielsweise 15-30 Minuten, initiiert die Moderatorin oder der Moderator eine Rotation. Dabei treten eine oder mehrere Personen aus dem äußeren Kreis in die Fischschüssel ein, um aktiv an der Diskussion teilzunehmen. Gleichzeitig verlässt jemand aus dem inneren Kreis diesen und wechselt in den Zuhörerkreis. Das Ziel der Fish-Bowl-Diskussion besteht darin, offene Kommunikation und den Austausch unterschiedlicher Perspektiven zu fördern. Durch diese Methode wird ein dynamischer Gesprächsraum geschaffen, der es den Teilnehmenden ermöglicht, aktiv am Dialog teilzunehmen. Die Fish-Bowl-Methode eignet sich besonders gut für Themen, bei denen eine breite Beteiligung und der Austausch verschiedener Meinungen wichtig sind.

Die moderne Arbeitswelt ist voll von Tools. Alle sollen den Austausch fördern. Im Hintergrund ist aber etwas anderes entscheidend, meint Tim Schwietal, Head of Central Europe bei Slack, in seinem Kommentar.

In der IT- und Tech-Welt stehen bahnbrechende Fortschritte oft vor einem großen Hindernis: Kommunikations- und Informations-Silos. Diese Barrieren, die Abteilungen, Tools und Unternehmen isolieren und den Informationsfluss behindern, hemmen Innovation, Agilität und Effizienz enorm. Ein Weg aus der Isolation: kollaborative Produktivitätsplattformen. Tim Schwietal, Head of Central Europe bei Slack, erläutert in diesem Beitrag, wie sie Teams dabei unterstützen, interne Abteilungen und externe Partner an einem Ort zusammenzubringen, den Tech-Stack zu verkleinern und Prozesse zu verschlanken, um so in eine transparente, effiziente und silofreie Zukunft zu starten.

Transparenz wanted: Lösen Sie sich endlich von E-Mails

In Zukunft wird auch die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit ein entscheidendes Kriterium für die Effizienz von Organisationen sein. Das dabei alle Beteiligten an einem Strang ziehen, ist für Tim Schwietal klar. Er sieht allerdings Potenzial bei der Organisation dieser Form der Kollaboration. (Bildquelle: Slack)

Wenn sich jede:r Einzelne nur auf den eigenen E-Mail-Posteingang konzentriert oder jedes Team unterschiedliche Tabellenkalkulationen für seine Aufgaben verwendet, können leicht Barrieren entstehen welche die Zusammenarbeit verlangsamen. Während IT-Teams beispielsweise intern oft sehr gut zusammenarbeiten, sind sie bei der funktionsübergreifenden Zusammenarbeit durch isolierte Funktionen und Arbeitsabläufe in anderen Abteilungen eingeschränkt. Das kann daran liegen, dass zum Beispiel das Legal-Team veraltete manuelle Prozesse zur Prüfung neuer Verträge anwendet oder nicht in der Lage ist, mit den Führungskräften über die Technologiestrategie des Unternehmens zusammenzuarbeiten, weil diese Führungskräfte nur per E-Mail zu erreichen sind.

Klar ist: Das Aufbrechen von Silos beginnt mit der Verlagerung der Kommunikation weg von der E-Mail und statischen Dokumenten hin zu einer kollaborativen Produktivitätsplattform, die sich auf Channel konzentriert. Diese “Kanäle” können für verschiedene Projekte, Teams oder Themen bestimmt werden und alle relevanten Personen einbeziehen. Der grundlegende Unterschied zwischen der Channel-Struktur und E-Mail-Posteingängen besteht darin, dass jede:r innerhalb eines Kanals Zugriff auf die gemeinsamen Informationen und den Verlauf jeder stattgefundenen Konversation hat. Dies macht es sowohl für IT-Teams einfach, historische Lösungen zu entdecken, die möglicherweise gemeinsam genutzt wurden, als auch für IT-Laien, sich selbst Lösungen zu suchen, indem sie auf bereits im Unternehmen geteiltes Wissen zugreifen können.

Wie Tools zu echten Produktivitätsboostern werden

Mehr als 70 Prozent der Arbeitnehmenden geben an, dass ein besserer Überblick zum Stand eines Projektes und transparente Kommunikation (78%) ihre Produktivität positiv beeinflusst. Digitale Tools und Möglichkeiten zur Kollaboration können dabei Abhilfe schaffen, doch deren Einsatz ist nicht immer zielführend. Nutzen Mitarbeitende eines Unternehmens zu viele verschiedene Tools oder Plattformen, entstehen oftmals isolierte Strukturen und Prozesse. Dies führt nicht nur zu Kommunikationsproblemen, sondern hemmt auch den Informationsfluss und erschwert die Zusammenarbeit erheblich.

Das Mobilitätsunternehmen Bolt setzt aus diesen Gründen bereits seit einigen Jahren auf die Produktivitätsplattform Slack, damit alle Mitarbeiter:innen, unabhängig von Ort oder Uhrzeit, stets auf alle Informationen zugreifen, die sie für produktives und effizientes Arbeiten benötigen.

Fördern Sie eine effektivere Zusammenarbeit mit externen Partnern

Der Abbau interner Barrieren und die nahtlose Integration von Tools sind von unschätzbarem Wert für das eigene Unternehmen Gold wert, doch meist endet dieser Fortschritt auch an dieser Stelle. Dabei ist in der immer vernetzteren Welt die Zusammenarbeit mit externen Partnern und Dienstleistern längst zum Alltag geworden. So arbeiten IT-Abteilungen regelmäßig mit externen Partnern wie SaaS-Anbieter oder Cybersecurity-Dienstleistern zusammen.

Es ist leicht anzunehmen, dass bei der Zusammenarbeit mit einem externen Unternehmen die Bildung von Silos unumgänglich ist. Mit einer zentralen Produktivitätsplattform wie Slack können IT-Teams jedoch Silos nicht nur zwischen internen Teams und ihrer Technologie, sondern auch zwischen externen Partnern dank Slack Connect aufbrechen. Dies ermöglicht es Ihnen, alle Beteiligten in einem gemeinsamen Workplace zusammenzubringen und so schnell und produktiv zusammenzuarbeiten. Auf veraltete und abgeschnittene Formen der Zusammenarbeit wie die Kollaboration per E-Mail, die zu fehlendem Kontext und schleppender Arbeit führen können, kann so vermieden werden.

Auf dem Weg in eine „Zero-Silo-Zukunft

Unternehmen und ihre Teams müssen heute in der Lage sein, sowohl intern Wissen auszutauschen als auch reibungslos mit Partnern in anderen Abteilungen oder sogar anderen Organisationen zusammenzuarbeiten. Silo-Bildungen sind hier meist vorprogrammiert. Durch den Einsatz einer Produktivitätsplattform zum Abbau dieser Barrieren zwischen Abteilungen, Tools und Unternehmen können Führungskräfte jedoch Wissen im gesamten Unternehmen zugänglich machen, die Arbeit beschleunigen und Projekte mit wichtigen externen Partnern problemlos durchführen. Das Resultat: Ein Unternehmen, das Informationen nicht dort blockiert, wo sie benötigt werden, sondern sie frei zugänglich macht, um das gesamte Unternehmen langfristig voranzubringen.


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Am Rande des Red Hat Summit Connect 2023 in Darmstadt haben wir mit Dinko Eror ausführlich über die Transformation der Arbeitswelt gesprochen. Der VP EMEA Central Europe von Red Hat sieht aktuell vor allem eines für junge Menschen: Chancen. Aber nur, wenn man folgendes beachtet: Ruhe in dir selbst, lerne und versuche, in einer Sache wirklich richtig gut zu sein.

Dinko, wie erlebst du die letzten Jahre dieser Arbeitswelt im Wandel? Ist es „nur“ ein Wandel? Ist es ein Umbruch? Ist es eine Zäsur?

Zunächst einmal rate ich uns allen dazu, ein Stück zurückzutreten, innezuhalten, tief durchzuatmen. Die heutige Geschwindigkeit und Komplexität unserer Welt sowie die permanenten Veränderungen können einen schnell überfordern. Uns werden Begriffe und Technologien sozusagen wie „Fast Food“ präsentiert. Was wir jedoch brauchen, ist „Slow Food“. Wir als IT-Manager, aber auch wir als Gesellschaft können nicht immer in ständiger Veränderung leben, ohne uns von Zeit zu Zeit zu besinnen. Die nächsten Jahre wird uns – davon bin ich überzeugt – mehr „Slow Business“, also ein mehr an „Verdauen“, was alles in den letzten Jahren auf uns eingeprasselt ist, guttun. Wir gewinnen nur dann an Qualität und erzielen bessere Ergebnisse, wenn wir die aktuellen Transformationen wirklich verstanden haben.

Was die Generation Y und Z angeht – am Anfang der Karriere sollte man sich auf etwas Konkretes fokussieren und darin so gut wie möglich sein. Es ist völlig egal, ob man als Ingenieur, als Programmiererin, als Ärztin oder Journalist seinen Berufsalltag startet – es geht darum, erst einmal Erfahrungen zu sammeln und täglich zu lernen. Ich habe zunächst sieben Jahre als Linux-Administrator gearbeitet. In dieser Zeit haben sich neue Türen geöffnet, ich konnte die Applikations-, Storage- und Netzwerkwelt kennenlernen. Aber nur, weil die Grundlagen saßen. Lebenslanges Lernen ist extrem wichtig – und das gilt nicht nur für den Beruf, sondern auch für jeden anderen Bereich.

Damit komme ich gleich zum Thema Leadership: Die jungen Menschen heute sind selbstständiger und selbstbewusster als ich es damals war. Trotzdem brauchen sie Führung – Führung aber im Sinne von kooperativ Ziele setzen und den Weg dorthin vorleben. Das Zünden einer Idee also. Leadership bedeutet heute zudem, dass die beste Idee gewinnt. Das sollte man nicht vergessen. 

Wie findet ihr denn raus, wo sich der Einzelne bei euch hin entwickeln will?

Ich selber hatte das Privileg, gute Mentoren und Coaches zu haben, die mich aus meiner Komfortzone geholt haben. Ein hundertprozentiges Rezept gibt es aber nicht – dafür dreht sich die Welt viel zu schnell: Vor zehn Jahren hat jeder gesagt, lerne Coding, setze auf Programmierung. Später gehörte Data Sciences und Mathematik die Zukunft. Heute ist KI angesagt. Technologie entwickelt sich so schnell weiter, dass es schwer ist, vorherzusagen, was in einigen Jahren sein wird. Jedoch wird es immer notwendig sein, eine Basis zu haben, auf die man zurückgreifen kann. Die klassische Ausbildung, egal ob das nun in Sozialwissenschaften ist oder ob diese technisch geprägt ist: Wenn du diese eine Sache gut kannst und dabei immer up to date bleibst, kannst du dein Wissen nach und nach in anderen Bereichen erweitern. Für das ganze Leben gilt: Die Fähigkeit, zu lernen und sich weiterzuentwickeln, macht den Unterschied aus.


Dinko Eror rät: „Was die Generation Y und Z angeht – am Anfang der Karriere sollte man sich auf etwas Konkretes fokussieren und darin so gut wie möglich sein.“

Du hast eben die Kurzlebigkeit von Technologietrends angesprochen und aufgezeigt, dass Leadership heute Kooperation und Vorleben heißt. Dass es bedeutet, nicht gegen seine Mitarbeitenden zu agieren, sondern sie zu begeistern. Das Zünden einer Idee, einer Vision. Wie schafft ihr es für euch selbst, euch über diese Richtung klar zu werden und bei all diesen Technologietrends eure Richtungsentscheidungen zu treffen? Denn am Ende steht immer eine Entscheidung.

Red Hat hat drei große Privilegien. Zunächst einmal sind wir im täglichen Austausch mit einer großen Open Source Community. Nicht zu irgendwelchen Quarterlys, nicht ab und zu, sondern täglich. Aus diesem Austausch ziehen wir unsere Inspiration und geben gleichzeitig viel zurück. Somit werden wir jeden Tag damit konfrontiert, was unsere Endkunden wirklich wollen. Das zweite Privileg ist der enge Austausch mit unseren Partnern. Unser Ökosystem besteht aus Solution-Providern, Systemintegratoren, Cloud-Providern, Hyperscalern, aber auch aus neuen Playern in Bereichen wie Edge Computing und KI. Dadurch lernen wir, was im Business wirklich gebraucht wird. Das dritte Privileg ist unser enger Kontakt mit den Endkunden – etwa auf dem Red Hat Summit Connect. Wenn man aufmerksam zuhört, findet man heraus, was gefordert ist, und kann dann als Leader die richtigen Entscheidungen treffen. Parallel dazu führen wir regelmäßig Studien durch, in denen wir die Bedürfnisse unserer Kunden abfragen.

Die Art und Weise, wie wir arbeiten, hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Dieser kulturelle Wandel wirkt sich auch auf unseren Anspruch an Weiterbildungen und auf das entsprechende Angebot aus. Heike Landau, HR Consultant bei Consol, stellt im Gespräch aktuelle Entwicklungen und Trends vor.

Inwiefern benötigen Mitarbeiter heutzutage andere fachliche Skills als vor der Pandemie, dem Russland-Ukraine-Krieg und Co. – und welche sind das konkret?
Die Corona-Pandemie war in den vergangenen drei Jahren der treibende Faktor für viele Veränderungen in der Arbeitswelt. Natürlich gab es bereits vor ihr Homeoffice und hybride Arbeitsmodelle, doch erst die strengen Auflagen der Regierung haben ihnen zu einem flächendeckenden Durchbruch verholfen – und damit neue Digitalkompetenzen erforderlich gemacht. Arbeitnehmer müssen heute mit Kommunikations- und Kollaborationstools zurechtkommen, ihre Meetings per Video-Call durchführen und Dateien mittels Datenmanagementsystemen verwalten.
Die neuen Arbeitsmodelle rufen zudem Cyberkriminelle auf den Plan. Da die Unternehmensnetzwerke in die Breite wachsen und mehr Endpunkte existieren, vergrößert sich auch die Angriffsfläche. Die Sicherheitslage ist somit ernster denn je. Daher sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter für das Thema Datensicherheit sensibilisieren und ihnen das nötige Know-how vermitteln – von starken Passwörtern und deren regelmäßige Änderung bis hin zu speziellen Vorsichtsmaßnahmen, wenn sie in öffentlichen WiFi-Netzen arbeiten.
Führungspersonen haben darüber hinaus die herausfordernde Aufgabe, ihre Teams und Abteilungen auch in der verteilten Arbeitswelt zusammenzuhalten. Die hybride Personalführung ist nicht immer einfach und erfordert in vielen Fällen neuartige Teambuilding-Maßnahmen. Feste Termine für digitale Stand-up-Meetings und regelmäßige Video-Calls gehören zum Pflichtprogramm.

Welche Rolle spielt demnach IT-Weiterbildung in Mittelstandsunternehmen anno 2024?
Quasi die Hauptrolle, denn die Digitalisierung schreitet immer weiter voran. Wollen Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben, müssen sie dafür sorgen, dass die Kompetenzen ihrer Mitarbeitenden mit dieser Entwicklung Schritt halten.

Weiterbildung als Mitarbeiter nicht mehr nur passiv erleben, sondern aktiv mitgestalten, ist ein Punkt, der Heike Landau am Herzen liegt.

Was muss passieren, damit Fortbildungen in mittelständischen Unternehmen eine größere Rolle einnehmen, als es bisher häufig der Fall ist?
Zunächst ist es wichtig, dass Unternehmen ein entsprechendes Bewusstsein für die Notwendigkeit von Weiterbildungen verinnerlichen. Ohne diese Awareness sind die meisten Initiativen eher kurzlebig. Ist diese Grundvoraussetzung erfüllt, müssen Weiterbildungen einen festen Platz in der Jahresplanung erhalten und Bestandteil der Mitarbeiterentwicklung werden. Dafür benötigt jeder Mitarbeitende natürlich ein entsprechendes Zeitkontingent.

Das Engagement seitens der Unternehmen ist das eine, die Motivation von Mitarbeitern das andere. Was können Firmen tun, um die eigenen Mitarbeiter für Schulungen zu begeistern?
Ein wichtiger Punkt ist, die Mitarbeitenden wirklich einzubinden. Dazu gehört nicht nur, gemeinsam mit ihnen einen Plan zu erstellen und individualisierte Angebote zu fördern. Sie sollen ihre Weiterbildung aktiv mitgestalten. Unternehmen erhöhen den Stellenwert einer Weiterbildung auch, wenn sie die Mitarbeitenden dazu motivieren, ihr neu erlerntes Wissen direkt an die Kollegen weiterzugeben. Für die erfolgreiche Implementierung von Weiterbildungen in den Berufsalltag ist es auch förderlich, wenn die Angebote leicht zugänglich sind. Webinare und E-Learning eignen sich daher besser als Schulungen vor Ort mit einem zum Teil weiten Anreiseweg für die Mitarbeitenden.

Inwiefern haben sich die Formen der IT-Weiterbildungsangebote und Schulungen in den vergangenen Jahren verändert?
Die Anbieter von IT-Weiterbildungen haben in den vergangenen Jahren – auch wegen der Pandemie – erkannt, dass Flexibilität ein Erfolgsfaktor ist. Wir wollen heute selbst bestimmen, wann und wo wir lernen. Auf diesen Anspruch haben sie mit diversen E-Learning-Formaten reagiert, die genau diese Flexibilität bieten.

Welche Trends beherrschen derzeit die Fortbildung – Stichpunkt u.a. Gamification und E-Learning – und was hat sich durchgesetzt oder wird sich noch durchsetzen?
E-Learning liegt absolut im Trend. Insbesondere Learning-Experience-Plattformen wie udemy oder O’Reilly genießen derzeit große Aufmerksamkeit. Sie ermöglichen die Teilnahme an umfangreichen Weiterbildungen, die ganze Themenkomplexe in vielen Lerneinheiten abdecken. Über Community-Funktionen können die Nutzer sich zudem mit anderen Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern austauschen und bei Rückfragen auch die Lehrenden kontaktieren – und das alles innerhalb einer Plattform.


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Stefan Tewes ist Wissenschaftlicher Direktor des Zukunftsinstituts sowie Experte für die systemische Analyse von Wirtschaft und Gesellschaft und die daraus resultierenden Trend-Veränderungen. Er hat die technosoziale Arbeitswelt als eine relevante Entwicklung und belastbaren Trend ausgemacht, der nicht nur Unternehmen bedeutend verändern wird, sondern auch Auswirkungen auf die Art zu Arbeiten haben wird.

Wie lässt sich der Begriff technosoziale Arbeitswelt anschaulich zusammenfassen?
Die technosoziale Arbeitswelt ist ein Trend, der im Zuge unseres belastbaren Megatrend Research zur Zukunft der Arbeit identifiziert wurde. Dabei geht es um die zunehmende Verschmelzung von Technologie und sozialen Strukturen. Bisher wurde Technologie lediglich als Werkzeug genutzt, doch künftig wird sie zu einem integralen Bestandteil jeder Organisation werden. In dieser neuen Ära der Arbeitswelt wird es entscheidend sein, die Technologie nicht als etwas Künstliches anzusehen, sondern als einen selbstverständlichen und wesentlichen Bestandteil der Zusammenarbeit.
Für Unternehmen bedeutet das, dass die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine große Rolle spielen wird. Es geht darum, ein Gleichgewicht zu schaffen zwischen der Verbesserung technologischer Fähigkeiten und der Entwicklung menschlicher Kompetenzen, denn ethische Fragen müssen berücksichtigt werden, wenn Technologie so tief in den Strukturen verankert ist. Ein Beispiel dafür sind die Rechte und Freiheiten der Mitarbeitenden, die natürlich nicht eingeschränkt werden dürfen.

Stefan Tewes rät jungen Menschen, die eigenen Stärken in den Fokus zu stellen: Die Generation Z hat nämlich nicht per se einen Vorteil dadurch, dass sie als Digital Natives betrachtet werden. Dazu sind individuelle Faktoren zu berücksichtigen. Jedoch: Diese Fähigkeiten können helfen, innovative Lösungen am Arbeitsplatz zu schaffen.

Sie raten dazu, „soziale und technologische Systeme integriert zu denken“. Was genau bedeutet das in der Praxis?
Ein gutes Beispiel sind virtuelle Besprechungsräume, die vor allem in den letzten Jahren zur Normalität geworden sind. Sie ermöglichen eine Zusammenarbeit in Echtzeit über geographische Grenzen hinweg. Das Zukunftsinstitut nutzt seit 2020 ein „Metaverse Office“, denn durch unsere Standorte in Frankfurt und Wien, sowie durch die Möglichkeit, remote zu arbeiten, können nicht alle jederzeit am gleichen Ort sein. Wir schalten uns im digitalen Büro nicht nur von einem Call zum anderen, sondern bewegen uns mit Avataren tatsächlich von einem Raum in den anderen und können uns virtuell über den Weg laufen. Diese agile Struktur ist als Teil unserer Identität und Kultur völlig normal geworden.

Nun betritt die Generation Z den Arbeitsmarkt – begleitet von allerlei Attributen. Was würden Sie Menschen aus dieser Generation raten?
Mein Rat für alle, die gerade den Arbeitsmarkt betreten, ist es, sowohl die individuellen Stärken und Interessen zu nutzen als auch die eigene Neugier und Lernbereitschaft zu bewahren. Die Technologie entwickelt sich rasant weiter, und eine kontinuierliche Weiterbildung ist unerlässlich, um mit diesen Veränderungen Schritt zu halten. Digital Natives sollten ihre digitalen Kompetenzen als Vorteil betrachten und nutzen. Diese Fähigkeiten können helfen, innovative Lösungen am Arbeitsplatz zu schaffen. Gleichzeitig ist es wichtig, Fähigkeiten wie Teamarbeit, Kommunikation und kritisches Denken zu fördern, um auch mit unvorhergesehenen Herausforderungen umgehen zu können.

Mithin kann man auch sagen, New Work und digitale Transformation sind zwei Seiten der gleichen Medaille und gegenseitige Enabler. Hat die Generation Z da möglicherweise sogar Vorteile in der Arbeitswelt im Umbruch?
Die Generation Z ist in einer digitalen Welt aufgewachsen und daher mit Technologien wie Smartphones, sozialen Medien und dem Internet allgemein vertraut. Sie können sich oft intuitiv in digitalen Umgebungen bewegen und sich schnell an Veränderungen anpassen, was in einer von digitaler Transformation geprägten Arbeitswelt von Vorteil ist. Dennoch hängt der Erfolg in der Arbeitswelt nicht ausschließlich von der Generationenzugehörigkeit ab. Vielmehr spielen individuelle Fähigkeiten, Anpassungsbereitschaft und lebenslanges Lernen eine entscheidende Rolle.

Ein One-fits-all-Ansatz für Führungskräfte hat ausgedient. Das Konzept des Generational Leadership erfordert flexible Rahmenbedingungen und Anpassungen, um den Anforderungen einer diversen Belegschaft gerecht zu werden.

Stefan Tewes

In vielen Unternehmen sind aktuell Mitarbeitende aus 3-4 Generationen tätig. Mit den jeweils eigenen Wertvorstellungen und Prägungen. Wie kann es Führungskräften gelingen, Technologie, Generationen und soziale Aspekte verbindend zu denken?
Der Trend „Generation Leadership“, der ebenfalls im Zuge unseres Megatrend Research zur Zukunft der Arbeit identifiziert wurde, beschreibt einen Führungsstil, der mit genau dieser Herausforderung erfolgreich umgeht. Der demografische Wandel in Europa und die daraus resultierende alternde Gesellschaft mit unterschiedlichen Erwartungen am Arbeitsplatz erfordern einen Ansatz, der sich bewusst darauf konzentriert, verschiedene Generationen kooperativ in die Arbeitswelt zu integrieren.
Ein Schlüsselelement ist hierbei, die Bedürfnisse und Unterschiede innerhalb jeder Altersgruppe zu erkennen und zu berücksichtigen. Es braucht eine individualisierte Personalpolitik, die Fähigkeiten und persönlich angepasste Weiterentwicklungsmöglichkeiten beinhaltet. Fairness und Gerechtigkeit in der Leistungsmessung und Entlohnung sind ebenfalls wesentliche Faktoren. Es geht nicht nur um monetäre Anreize, sondern auch um eine ganzheitliche Vergütung, die intrinsische Motivationsfaktoren und individuelle Bedürfnisse berücksichtigt.
Ein One-fits-all-Ansatz funktioniert nicht mehr, aber eine totale Individualisierung ist ebenfalls nicht praktikabel. Generational Leadership erfordert daher flexible Rahmenbedingungen und Anpassungen, um den Anforderungen einer diversen Belegschaft gerecht zu werden.


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Wie sieht der PR-Berater der Zukunft aus? Vielleicht erst einmal eine kurze Einführung in das, was ein PR-Berater so macht: Er kümmert sich leidenschaftlich um die Kommunikationsarbeit seiner Kunden.

Dieses Feld ist so groß, dass viele Unternehmen diese Arbeit Agenturen überlassen um sich selbst auf das Tagesgeschäft konzentrieren zu können. Öffentlichkeitsarbeit ist unter anderem, beharrlich ein Produkt oder eine Dienstleistung oder ein Unternehmen so medial einzubinden, dass die Menschen dort draußen ein bestimmtes Bild vermittelt bekommen. Um dieses Bild an die Menschen zu transportieren, stehen den Unternehmen viele Möglichkeiten zur Verfügung. Unter anderem eben auch Medien, Veranstaltungen und Messen.

Eines der täglichen Aufgabengebiete heißt, Kontakte zu Journalisten herzustellen und ein Unternehmen dort zu pitchen, sodass der Journalist darüber berichtet. Dazu braucht der PR-Berater ein Thema – und zwar eines, dass diesen Journalisten interessiert. Das bedeutet auch, dass er erst einmal ein Thema haben muss, dass zu diesem Journalisten passt. Schließlich ruft er nicht wahllos in Redaktionen an, sondern versucht seine Idee so zu pitchen, dass der Journalist direkt drauf anspringt.

Journalisten haben nämlich – wenn sie überhaupt erreichbar sind – fast keine Zeit, sie sind immer auch zeitkritisch bis zum nächsten Redaktionsschluss unterwegs. Außerdem ist in den meisten Verlagen Anzeigen und Redaktion streng getrennt – das hat auch rechtliche Gründe. Daher führt kein Weg am Thema vorbei. Agenturen sind dann erfolgreich, wenn Zitate oder Themen so gesetzt sind, dass der Agenturkunde damit wie gewünscht in der Öffentlichkeit auftritt.

Wie sieht nun also der Beruf des PR-Beraters der Zukunft aus?

  • Er ist ein „Geschichtenerzähler“: Damit meinen wir natürlich keine Märchen. Jedoch ist wissenschaftlich erwiesen, dass das Gehirn in Bildern denkt. Das wird im Marketing bereits seit langem eingesetzt. Etwas zu erklären funktioniert mit Metaphern und greifbaren Beispielen deutlich besser als wenn diese fehlen.
  • Er wird datengetrieben: Zunehmend sind Daten wichtig um eine Geschichte zu erzählen. Denn mit je mehr Daten eine Geschichte „gefüttert“ ist, umso relevanter wird sie in den Redaktionen.
  • Er ist ein Netzwerker: Starke und belastbare Kontakte und Netzwerke bieten Wissen. Dieses Wissen braucht der PR-Berater, um seine Ideen und „Geschichten“ an Menschen vermitteln zu können. Dabei gilt die Regel: Geben ist seliger denn nehmen.
  • Er ist ein Organisierer: Um den Überblick zu behalten über das vielfältige Aufgabengebiet ist es von Vorteil, Strukturen zu schaffen, die es ihm erlauben, schnell zwischen Aufgaben switchen zu können. Denn sehr oft kommt es vor, dass eine Aufgabe dazwischengeschoben werden muss, die so vorher nicht auf dem Schirm war. Vielfach kommt auch die Organisation von Events in seinem Beruf vor.
  • Er ist ein Teamplayer: Spätestens ab dem Senior-Level hat der PR-Berater sein eigenes Team, dass er führt. Als Junior ist er meistens ein Teil dieses Teams. Dieses Team steht hinter ihm, um ihm bei den vielfältigen Aufgaben zu helfen. Das können Data Science Spezialisten sein, Recherche Teams oder Redakteure, die Fachtexte aufbereiten. Der PR-Berater ist die Schnittstelle all dieser Menschen zum Kunden und das „Sprachrohr“ des Teams.

Wenn Du nun Lust hast auf eine Tätigkeit, bei der Dich ein Team stützt und die bei den Berufen der Zukunft ganz vorne steht, dann schau Dir das hier mal an.

Es gab eine Zeit, in der hieß es „Irgendwas mit Medien“ und es klang nach: Ich weiß halt nichts besseres. Aktuell kann der Rat lauten, „Irgendwas mit Medien“ zu machen. Der Grund dafür ist einfach: Medien schaffen Beziehungen. Und Beziehungen funktionieren Mensch zu Mensch.

In der Arbeitswelt der Zukunft wird es auf diese Beziehungen ankommen. Sie sollten belastbar sein und einem die Möglichkeit bieten, sein Wissen zu erweitern. Um zu starten, bietet sich ein Traineeship PR- und Marketing an. Das kann Dein Start in die Medienwelt sein.
Du lernst, zu recherchieren, kreative Ideen zu entwickeln, umzusetzen und zu pitchen. Du wirst Deine eigenen Beiträge verfassen und Dein Netzwerk aufbauen. Dafür brauchst Du natürlich Ideen und die Fähigkeit, diese auch zu kommunizieren. Du bist immer Teil eines Teams, daher ist es wichtig, zu wissen, wie Du andere von Deinen Ideen überzeugst bzw. andere Ideen zuzulassen, wenn diese besser als Deine sind.
Du arbeitest in der Regel in Agenturen oder Unternehmen. Bei guten Unternehmen und Agenturen bekommst Du einen Buddy an die Hand, der dich nicht nur einarbeitet, sondern langfristig begleitet. Diese Agenturen und Unternehmen sind auf wachsende Hierarchien ausgelegt und planen langfristig. Sie wollen, dass Du bleibst und Dich weiterentwickelst.

Das kannst Du lernen

Du kannst lernen, wie Recherche funktioniert, komplexe Themen und Märkte analysiert werden und Trends so aufbereitet werden, dass Schlussfolgerungen gezogen werden können.

In einer guten Agentur wirst Du eng mit der Kreation zusammenarbeiten und unterschiedliche Arten von Content erstellen: Blogbeiträge, Fachartikel aber auch Rich-Media-Inhalte in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Content-Profis. Auch die Kreation als solche, also die Entwicklung von Ideen, wirst Du lernen. Wie also aus ein paar Gedanken eine Kampagne wird.

Absolut essentiell ist das Netzwerken, der Aufbau und die Pflege von Beziehungen. Auch das wirst Du lernen. Last but not least wirst Du lernen, wie man den Erfolg einer Kampagne misst.

Wenn Du nun Lust hast auf „Irgendwas mit Medien“, schau Dir einfach mal das hier an.

Was macht eigentlich einen guten Arbeitgeber aus? Ist es die beeindruckende Firmengeschichte, das großzügige Gehalt oder sind es vielleicht doch die coolen Büros? „Die Suche nach dem idealen Arbeitgeber ist mehr als nur die Auswahl eines Ortes für die Zeit von 9-to-5“, sagt Lorin Kar. Die Autorin dieses Beitrags arbeitet bei dem Institut Great Place to Work Deutschland und ist dort als Young Professional beim „Team Kommunikation“ beheimatet. Wichtig ist ihr, herauszustellen, dass es um Werte, Kultur und die Aussicht auf persönliche Entwicklung und Entfaltung geht. In einer Welt, die sich ständig verändert, gibt es klare Vorstellungen davon, was einen Arbeitgeber zu einem echten Gewinn macht. Hier erläutert sie einige Aspekte, auf die es wirklich ankommt, wenn man sich auf die Suche nach dem beruflichen Zuhause begibt.

Der Arbeitsplatz als mehr als nur Arbeitsort

Der Arbeitsplatz ist nicht nur ein Ort, an dem gearbeitet wird. Bevorzugt werden Arbeitgeber, die echte Möglichkeiten zur Vernetzung und Zusammenarbeit bieten, statt sich nur auf oberflächliche Annehmlichkeiten zu beschränken. Obwohl immer mehr Menschen remote arbeiten, schätzen nach Studien von Great Place to Work gerade junge Menschen und Berufseinsteiger die Möglichkeit, zumindest an einigen Tagen in der Woche die gemeinsame Arbeit im Unternehmen als Ort der Begegnung und des persönlichen Austauschs mit Kolleg*innen. Kollaboration, Teamspirit und Netzwerken machen das Büro zu einer Kultur-Tankstelle.

Karriere und Extras: Schlüsselkriterien beim Traum-Arbeitgeber

Die Möglichkeit zur persönlichen und beruflichen Entwicklung ist von großer Bedeutung. Ein Arbeitgeber, der frühzeitig Talente erkennt und gezielte Förderung durch klare Entwicklungswege und umfassende Fortbildungsangebote ermöglicht, wird als ideal betrachtet. So entsteht nicht nur eine positive Entwicklungsumgebung, sondern es können auch individuelle Fähigkeiten gezielt ausgebaut und vorangetrieben werden.

Neben einem wettbewerbsfähigen Gehalt sind zusätzliche Benefits besonders interessant. Angebote zur Gesundheitsförderung, Bonussysteme und weitere Zusatzleistungen, wie z.B. Jobtickets oder vergünstigte Clubmitgliedschaften tragen nicht nur dazu bei, dass sich Mitarbeitende wertgeschätzt fühlen, sondern verdeutlichen auch das Engagement und die Fürsorglichkeit des Arbeitgebers. Diese Gesamtheit an Leistungen formt den Arbeitsplatz, der nicht nur den beruflichen Anforderungen gerecht wird, sondern auch Raum für persönliche und berufliche Entfaltung bietet.

Work-Life-Balance: Wohlbefinden am Arbeitsplatz

Es wird nicht nur Wert auf einen Arbeitsplatz gelegt, sondern auf ein ganzheitliches Arbeitsumfeld, das individuelle Lebensbedürfnisse berücksichtigt. Ein Arbeitgeber, der die Work-Life-Balance als Priorität setzt, sendet ein starkes Signal der Wertschätzung. Das Angebot hybrider Arbeitsmodelle, wie z.B. das Homeoffice, ermöglichen die flexible Gestaltung der Arbeitszeit und eine bessere Anpassung an individuelle Lebensumstände. Dies geht über die klassischen 9-to-5-Arbeitszeiten hinaus und schafft Raum für eine ausgewogenere Lebensführung. Ein solcher Ansatz trägt dazu bei, Stress zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.

Darüber hinaus bedeutet Work-Life-Balance auch, dass der Arbeitgeber sich um das psychische Wohlbefinden kümmert. Die Förderung einer offenen Gesprächskultur und das Angebot zur Stärkung der mentalen Gesundheit zeigen, dass das Unternehmen nicht nur äußere Bedingungen, sondern auch emotionale Bedürfnisse ernst nimmt.

Die besten Arbeitgeber und ihr Wertekanon

Bei der Suche nach dem besten Arbeitgeber sollte man also darauf achten, dass das Unternehmen in seine Unternehmens- und Arbeitsplatzkultur investiert. Die besten Arbeitgeber haben klar definierte Werte, die im Unternehmen auch tagtäglich erlebbar sind. Sie begegnen ihren Mitarbeitenden mit Respekt und gehen auf deren Bedürfnisse ein. Sie bieten Entwicklungsmöglichkeiten, fördern Individualität und Talent. Diversität, Chancengleichheit, eine gerechte Bezahlung und eine gute Führungskultur zeichnet sie ebenso aus, wie der Anspruch an nachhaltiges Wirtschaften und Handeln.


About: Lorin Kar

Lorin Kar verstärkt seit September 2023 das Team von Great Place to Work als Werkstudentin im Bereich Marketing und Kommunikation. Das Institut ist mit weltweit über 60 Standorten eine international führende, benchmark-basierte Instanz bei der Analyse, Weiterentwicklung und Sichtbarmachung von Arbeitgeberattraktivität.

Bei der Contententwicklung und dem Schreiben von Blogbeiträgen, nimmt Lorin vor allem die Themen der jungen Generation der Berufseinsteiger in den Blick. Besonders wichtig ist ihr nämlich, ihre eigene Generation über die Arbeitswelt der Zukunft zu informieren und warum sie bei der Jobsuche auf solche Unternehmen achten soll, die in eine gute Arbeitsplatzkultur investieren.


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Matthias Habel ist Mitgründer von alitiq. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, Meteorologie und Data Science zu vereinen. KI-Technologie dient dazu, wetterabhängige Prozesse präzise vorherzusagen und ist damit eine bedeutende Voraussetzung für die nachhaltige Energiewende.  Lest hier mehr zu der Mission und welche Menschen diese Mission weiter voran treiben.

Die heutige Wirtschaftslandschaft wird von zwei zentralen Begriffen geprägt: Nachhaltigkeit und Effizienz. Diese spielen nicht nur im Umweltbewusstsein eine entscheidende Rolle, sondern beeinflussen auch maßgeblich den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen. Vor diesem Hintergrund haben wir erkannt, dass Nachhaltigkeit und Effizienz keine Gegensätze sein müssen. Im Gegenteil – sie können sich gegenseitig beflügeln. Wer sind wir: Wir sind ein aufstrebendes Unternehmen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) und Data Science und unsere Mission ist es, eine Effizienzrevolution anzustoßen, die nicht nur Kosten senkt, sondern auch einen positiven Beitrag für die Umwelt leistet. 

Wetterabhängige Prozesse: Herausforderung für Unternehmen 

Die Wetterabhängigkeit von Prozessen stellt Unternehmen vor eine Reihe von Herausforderungen. Prozesse, die stark vom Wetter beeinflusst werden, können zu Unsicherheiten und zusätzlichen Kosten führen. Hier setzen wir an. Mit fortschrittlichen Data-Science-Methoden erstellen wir präzise Prognosen für wetterabhängige Prozesse. Das Ergebnis: Diese Prozesse werden planbarer, effizienter und kostengünstiger. 

Unsere Prognosen beschränken sich dabei nicht nur auf den Wärmebedarf von Heizungsanlagen oder die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen. Sie revolutionieren die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Prozesse planen und ausführen. Planbare Prozesse ermöglichen es Unternehmen, Ressourcen optimal zu nutzen, Kosten zu senken und ihre Umweltbilanz zu verbessern. Eine Win-Win-Situation, die uns als Wegbereiter für nachhaltiges Wirtschaften positioniert. 


Screenshot einer Wärmelastprognose: Die Kurve in Türkis ist die Prognose, die schwarze Kurve die später tatsächlich festgestellte Wärmelast. Die Prognose ist sehr dicht an der späteren Realität und hilft Unternehmen damit, Verbräuche besser einzuschätzen.

Wir sind nicht nur ein Technologieunternehmen, sondern ein Pionier des Wandels 

Matthias Habel
„Wir stehen vor der Herausforderung, Denkmuster aufzubrechen und Brücken zwischen ökologischen und ökonomischen Zielen zu bauen“, beschreibt Matthias Habel die Mission von alitiq.

Ein Unternehmen wie unseres aufzubauen, erfordert nicht nur den Willen, Technologie zu gestalten, sondern auch Brücken zwischen ökologischen und ökonomischen Zielen zu bauen. Unsere Vision ist es, nicht nur kurzfristige Erfolge anzustreben, sondern langfristige Veränderungen in der Geschäftswelt zu bewirken. Wir sind der tiefen Überzeugung, dass unsere Technologie einen positiven Einfluss auf Unternehmen und die Umwelt haben wird. 

Der Weg zum Erfolg ist nie ohne Herausforderungen. Alitiq steht vor der Herausforderung, bestehende Denkmuster aufzubrechen und Unternehmen davon zu überzeugen, dass die Integration von KI in ihre Prozesse sie nicht nur effizienter, sondern auch nachhaltiger macht. Die langfristige Mission von alitiq ist klar: eine weltweite Effizienzrevolution anzuführen und Unternehmen zu zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht nur eine ethische, sondern auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit ist. 

Damit wollen wir nicht nur erfolgreicher Technologieanbieter sein, sondern einen nachhaltigen Wandel im Denken und Handeln von Unternehmen bewirken. Ziel ist es, nicht nur kurzfristige Effizienzsteigerungen zu erzielen, sondern nachhaltige Veränderungen in der Unternehmenswelt zu bewirken. Durch die Integration der alitiq-Technologie sollen Unternehmen nicht nur wirtschaftlich erfolgreich sein, sondern auch zu Vorreitern einer nachhaltigen Wirtschaft werden. In einer Zeit, in der der Ruf nach Nachhaltigkeit immer lauter wird, schlagen wir damit eine Brücke zwischen Umweltschutz und wirtschaftlichem Erfolg. 

Unternehmertum im Dienste der Nachhaltigkeit: Herausforderung und Chance 

Der Weg von alitiq zeigt, dass sich Unternehmertum und Nachhaltigkeit nicht ausschließen müssen. Im Gegenteil, sie können sich gegenseitig stärken und zu bahnbrechenden Veränderungen führen. Dazu braucht es nicht nur technologische Innovation, sondern auch eine klare Vision, ein starkes Team und die Fähigkeit, Herausforderungen zu meistern. 

New Work in der Welt von alitiq: Herausforderungen und Chancen für junge Talente 

Die Welt von alitiq ist nicht nur von Technologie und ökologischen Zielen geprägt, sondern auch von New Work Prinzipien. Junge Talente, die bei uns arbeiten wollen, müssen nicht nur technisch versiert sein, sondern auch die Bereitschaft mitbringen, in einem dynamischen digitalen Umfeld zu arbeiten. 

Vielseitigkeit, Innovationsgeist und die Fähigkeit, in einem interdisziplinären Team komplett remote aus dem Home-Office zu arbeiten, sind die wichtigsten Eigenschaften, die junge Menschen bei uns mitbringen sollten. 


Bildquelle / Lizenz Aufmacher: Foto von Marcel Strauß auf Unsplash

„Herr der Zahlen“ – dies ist die traditionelle Rolle des Chief Financial Officers (CFO) in Unternehmen.
Seine Abteilung – das Controlling – wacht über Budgets und Ausgaben. Die zunehmende Digitalisierung, die auch diesen Bereich voll erfasst, führt dazu, dass sich die Aufgaben der Finanzabteilung in den Unternehmen drastisch verändern. Dies erfordert in der Folge auch ganz neue Kompetenzen im Controlling, die von beratenden über strategische bis hin zu analytischen Fähigkeiten reichen. CFOs stehen vor der Herausforderung, ihre Abteilungen auch personell so aufzustellen, dass sie für die Anforderungen der Zukunft vorbereitet sind. Board Deutschland, einer der größten Anbieter von Finanzplanungssoftware, diskutiert mit seinen Kunden und Partnern regelmäßig in hochkarätig besetzten virtuellen Roundtables die Herausforderungen und Chancen, die sich für die Finanzabteilung ergeben. Ansgar Eickeler, Area
General Manager für die DACH-Region bei Board Deutschland, fasst die Ideen und Sichtweisen zusammen und zeigt, wo sich CFOs derzeit selbst sehen und welche Ideen den Finanzbereich treiben.

Diversity – ein sehr emotional geführtes Thema in der gesellschaftlichen, aber auch geschäftlichen Diskussion. Dies spiegelte sich auch im aktuellen Roundtable wider, bei der die Diversität speziell in der Finanzorganisation im Mittelpunkt stand. Es wurde schnell deutlich, dass es nicht nur um Geschlechterdiversität geht, sondern – viel wichtiger – um Diversität der Karrieren, Hintergründe, Fähigkeiten und Typen.


Wir können nicht auf weniger Probleme warten, wir müssen neue Mitarbeitende und neue Fähigkeiten finden

Ansgar Eickeler

Ein paar überzeugende Impulsvorträge führten in das Thema ein. Sie machten vor allem deutlich, wie sich die Finanzorganisationen in Zukunft entwickeln müssen und wie Diversität dazu beiträgt, die Herausforderungen der Zukunft besser zu meistern.

Die Hauptaufgabe der Finanzorganisation ist es immer, strategisch dazu beizutragen, das Unternehmensergebnis zu verbessern, Dies gilt in diesen herausfordernden Zeiten noch stärker als sonst. Dabei hilft es, wenn der CFO sich nicht nur als Chief Finance Officer definiert, sondern auch als Chief Future Officer.

Der Finanzbereich muss sich dabei wandeln vom reinen Hüter der Zahlen zum Dienstleister für die anderen Bereiche. Das Erstellen des Zahlenwerks wird zunehmend durch Software automatisiert, was dazu führt, dass traditionelle Aufgaben des Controllings wegfallen. Nicht mehr die Vergangenheitsbetrachtung steht im Fokus, sondern der Blick in die Zukunft. Der CFO muss als anerkannter Sparringspartner und Berater des CEO agieren. Es entstehen neue Rollen in der Finanzorganisation:

  • Business Partner
  • Business Analyst
  • SSC Specialist (SSC = Shared Service Center)

Um diese Rollen auszufüllen ist es wichtig, die Fähigkeiten der bestehenden Mitarbeiter zu erweitern. Diese kennen bereits die Finance-Grundlagen und das Umfeld und können sich für neue Aufgaben weiterqualifizieren. Es müssen aber auch neue Fähigkeiten von extern akquiriert werden, um das breitere Spektrum an Aufgaben abzudecken.

Bei der Betrachtung der Diversität der Fähigkeiten wird häufig das sogenannte DISG-Modell genutzt:

  • DISG – D für Dominant
  • DISG – I für Initiativ
  • DISG – S für Stetig
  • DISG – G für Gewissenhaft

Gerade in der Finanzorganisation lag der Schwerpunkt häufig auf den Bereichen G + S. Hier werden D + I künftig stärker in den Fokus rücken.

Führung als wichtige Kernkompetenz bei Diversität

Es ist unstrittig, dass Diversität auch in der Finanzorganisation das „New Normal“ ist. Auch eine neue Studie von McKinsey belegt den Zusammenhang zwischen Diversität und Geschäftserfolg. Doch ist Diversität kein Selbstläufer. Sie braucht eine andere Führung als homogene Teams, damit sie ihre ganze Kraft entfalten kann.

Wir leben in Zeiten einer gesellschaftlichen Transformation, deren Geschwindigkeit immer mehr zunimmt. Hilft uns Diversität dabei, die Transformation zu gestalten? Ja, da sie mehr Ideen in die Organisation bringt. Aber: Diverse (heterogene) Teams sind nicht per se schneller als homogene Teams. Im Gegenteil! Gerade zu Beginn von Prozessen werden heterogene Teams wahrscheinlich mehr hinterfragen, mehr Annahmen in Frage stellen und die Konsens-Bildung hinauszögern und erschweren. Dies muss eine Organisation oder ein Projekt aushalten und moderieren. Der Lohn dafür ist, dass die Qualität der Prozesse steigt und vielleicht der eine oder andere Prozess gar nicht erst implementiert wird, weil er sich als nicht notwendig herausstellt. Oder wie es ein Teilnehmer ausdrückte: „Schnell kann manchmal „pseudoschnell“ sein: Die schnellen Entscheidungen in homogenen Teams sind nicht immer die besten Entscheidungen.“

Der Kernpunkt für den Erfolg von Diversität liegt tatsächlich in der Fähigkeit, so ein Team zu managen. Es ist bei heterogenen Teams wichtig herauszukitzeln, wer welches Ziel hat, um daraus ein gemeinsames Ziel zu schaffen, hinter dem alle stehen. Dafür braucht es starke Führungsqualitäten!

Eigentlich eine Situation, für die der CFO prädestiniert ist, da er schon immer viele Stakeholder zufriedenstellen und verschiedene Interessen zusammenbringen muss.

Zukunft der Finanzorganisation

Es bleibt spannend zu sehen, wohin die Reise der Finanzorganisation geht. Denn eins ist auch klar: Veränderungen sind kein Selbstzweck. Die Finanzorganisation reagiert auf die Veränderungen in den Unternehmen. Dazu gehören neue Geschäftsmodelle, wie SaaS, die neue Anforderungen an Finance stellen. Es kommt damit ein großer Veränderungsdruck von außen, mit neuen Kennziffern, z. B. aus dem Vertrieb, die die Mitarbeitenden im Finanzbereich  erst kennenlernen und verstehen müssen.

Mit dem Veränderungsdruck steht die Finanzorganisation aber nicht allein im Unternehmen, sondern reiht sich ein in die anderen Bereiche, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Für den CFO ist es wichtig, seine Rolle zu finden. Er muss überlegen, wie er sich aufstellen kann und wie er und sein gesamtes Team den höchsten Mehrwert für das Unternehmen generieren kann.

Am Ende konstatierten die Teilnehmer des (diversen) Roundtables drei wichtige Punkte:

  • Diversität findet in den Köpfen statt und hat nichts mit Technologie zu tun.
  • Technologie befreit von den Standardaufgaben und fungiert als Inkubator.
  • Es ist wichtig für die CFOs, die neuen Rollen in der Finanzorganisation zu fördern und Verantwortung und Führung zu übernehmen.

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