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„Arbeitgeber des Herzens“

Arbeitgeber des Herzens – was soll das sein? Und wer vergibt eine solche Auszeichnung? Das, und wo Du Deinen Arbeitgeber des Herzens wählen kannst, erfährst Du hier.

Es gibt eine große Zahl an Arbeitgeber-Siegeln. Doch was sagen die eigentlich genau aus? Zu den führenden zählt sicher das Top Job-Siegel, das seit nunmehr 20 Jahren vergeben wird. Siegel sind dann besonders transparent, wenn sie einen wissenschaftlich fundierten Unterbau haben, denn das verleiht Transparenz, auf Basis welcher Kriterien ein Unternehmen ausgezeichnet wurde.

Doch für viele junge Menschen kommen mittlerweile Kriterien hinzu, die sich nicht auf einer Punkteskala bewerten lassen. Etwa das des Purpose: Was hinterlässt meine Arbeit an Spuren in der Gesellschaft? Wenn man, eigentlich vollkommen verständlich, viele Stunden „auf Arbeit“ verbringt, möchte man, dass diese Arbeit möglichst sinnvoll ist. Sicher trifft das noch nicht auf alle jungen Bewerbenden zu, doch der Anteil derer, die einen Sinn bei der Arbeit suchen, der wächst. Oder Familienfreundlichkeit, die doch eher ein Mindset ist als klaren Bewertungsrichtlinien zu folgen. Das fängt schon beim spontanen „Kinder früher abholen“ an und geht bis zu Familienfesten, auf denen auch die Kleinen und Kleinsten mitkommen dürfen.

Um diesen Entwicklungen Raum zu geben, hat man sich beim Zentrum für Arbeitgeberattraktivität dazu entschieden, „Arbeitgeber des Herzens“ zu nominieren. Das sind Unternehmen, die sich durch etwas Besonderes in die Herzen Ihrer Mitarbeitenden gespielt haben. „Auf die Idee, diese weichen Faktoren hinzu zu nehmen, kamen wir, weil wir tatsächlich mit dem Herzen sehr mit jedem ‚unserer‘ Unternehmen verbunden sind“, so Silke Masurat, Geschäftsführerin des Zentrums für Arbeitgeberattraktivität. Das Unternehmen verleiht jährlich das Top Job Arbeitgebersiegel. „Die Top Job-Analyse ist sehr fundiert, sehr breit, aber auch sehr strukturiert und setzt vollständig auf quantitativen Daten auf. Auf diesen Skalen vergeben wir Punkte und schaffen Vergleichbarkeit. Dem gehen eingehende Analysen und Mitarbeiterbefragungen voraus. Dadurch bekommen wir tiefe Einblick auch in die ‚weichen Faktoren‘. Und diese lassen sich nunmal schlecht vergleichen. Aber wir sehen, wie viel Herz und Kreativität die Unternehmen in die Ausgestaltung ihrer Arbeitswelt legen. Dem wollen wir mit den ‚Arbeitgeber des Herzens‘ Rechnung tragen.“


„Wir gewinnen während der Arbeit mit unseren Top Job-Nominierungen tiefe Einblicke in die Arbeit bei ‚unseren Unternehmen‘. Wir lernen sehr viel über diese Unternehmen während der Audits. Dabei haben wir gemerkt, dass es nicht immer ‚harte Kriterien‘ sind, die den Ausschlag geben. Um dem Rechnung zu tragen, haben wir die ‚Arbeitgeber des Herzens‘ geschaffen“, sagt Silke Masurat.

Die Auszeichnung findet dieses Jahr zum ersten Mal statt. In die Kriterien für die Nominierung flossen zahlreiche Kriterien ein, unter anderem:

  • Mitarbeiterzufriedenheit & Engagement
  • Arbeitsplatzkultur & Teamspirit
  • Kommunikation & Transparenz
  • Innovative & mitarbeiterorientierte Maßnahmen

Zu den mitarbeiterorientierten Maßnahmen zählt z.B. die oben angesprochene Familienorientierung mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das ist übrigens kein Corona-Spezifika: „Während Familienorientierung schon lange hoch im Kurs steht, hat Work Life Balance generell über alle Generationen hinweg an Bedeutung gewonnen. Weniger ist Corona hier ein Einflussfaktor, als eher die jungen Generationen mit einem anderen Lebensverständnis.“ Zu diesem Lebensverständnis zählt auch die „Sinnhaftigkeit“ des eigenen Handelns und tun. Womit wir wieder bei dem oben angesprochenen Purpose wären.

Hier erfahrt Ihr mehr und könnt abstimmen: https://www.topjob.de/arbeitgeber-des-herzens/


Bildquelle / Lizenz Aufmacher: Foto von krakenimages auf Unsplash