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Bei Atlassian arbeiten mittlerweile rund 11.000 Menschen so remote und flexibel wie nur möglich. Für das Unternehmen ist es eine Mindset-Frage. Es geht darum, Arbeitsweisen und Prozesse so aufzustellen, dass sie unabhängig vom Standort funktionieren. Da genau das Teil der Dienstleistung ist, hat man sich auch um einen wissenschaftlichen Unterbau gekümmert.

Annie, es gibt so viele unterschiedliche Namen für in der Substanz das eine: Freiheit, zu entscheiden, wo ich meine Arbeit erledigen möchte. Wie erleben Sie den Alltag im „Team Anywhere“?
Durch „Team Anywhere“ muss ich mein Leben nicht mehr um meine Arbeit herum planen, sondern habe wirklich eine Work-Life-Balance. Und ich weiß, dass es den meisten – wenn nicht sogar allen – meiner Kollegen genauso geht. Wir können jeden Tag dort arbeiten, wo es für uns am besten ist, ob zu Hause, im Büro oder ganz woanders. Das hat Auswirkungen auf das gesamte Unternehmen: Wir sind in der Lage, Mitarbeitende an viel mehr Orten einzustellen, als nur in einem gewissen Radius rund um unsere Büros. Dadurch ist unsere Belegschaft deutlich vielfältiger geworden & wir konnten in ganz neuen Gegenden wachsen. Schauen wir einmal nach Europa: Mehr als die Hälfte der Neueinstellungen in der EMEA-Region im Finanzjahr 2023 wohnen mehr als zwei Stunden von einem Büro entfernt. Allein in Deutschland ist die Zahl unserer Mitarbeitenden in den letzten drei Jahren, also seit dem Start von “Team Anywhere”, um das Achtfache gestiegen. Ich sehe jeden Tag, dass es funktioniert, dass unsere Mitarbeitenden diese Flexibilität schätzen – für 91 Prozent ist sie ein entscheidender Grund, bei Atlassian zu bleiben – und dass wir weiterhin sehr gute Geschäftsergebnisse erzielen.
Für mich persönlich hat diese Flexibilität rund um die Arbeit mein Leben völlig verändert und es wertvoller gemacht – und das macht mich zum Beispiel auch zu einem besseren Elternteil und einem besseren Mitglied der Gesellschaft.

Nun muss man wissen, dass Atlassian zutiefst „digitale Wurzeln“ hat. Doch anders als andere „Big Tech“-Unternehmen bleiben Sie bei maximaler Flexibilität. Was meinen Sie, woher kommt die „Back to Office“-Welle speziell in dieser Branche? Ist das auch ein Thema der Führungskultur?
Wir haben uns 2020 ganz bewusst entschieden, „Team Anywhere“ einzuführen, um unseren Mitarbeitenden größtmögliche Freiheit und Flexibilität zu ermöglichen und gleichzeitig die Chancen und Herausforderungen der digitalen Zusammenarbeit besser zu verstehen. Schließlich ist das der Kern unseres Geschäfts. Dementsprechend gehen wir Remote Work anders an als Unternehmen, die nur aufgrund von Lockdowns dazu gezwungen waren. Wir haben ein ganzes Team aus Verhaltenswissenschaftlern, die Lösungen für das Arbeiten in geografisch verteilten Teams entwickeln und testen. Sprich, wir arbeiten evidenzbasiert und haben klare Regeln, Strukturen und Ziele.
Nicht alle Unternehmen – ob in der Technologiebranche oder anderswo – haben sich für diesen Weg entschieden. Die meisten Unternehmen führen inzwischen Modelle ein, bei denen die Mitarbeitenden die Hälfte der Zeit im Büro sind, anstatt bisherige Konzepte und Arbeitsweisen zu hinterfragen und neu und besser aufzubauen. Führungskräfte in solchen Unternehmen gehen davon aus, dass ihre Unternehmen nicht für die Arbeit in geografisch verteilten Teams optimiert werden müssen, weil die Mitarbeitenden ja teilweise im Büro sind. Aber man kann nicht einfach Arbeitsweisen vom Büro auf eine virtuelle Welt übertragen. Ich bin fest davon überzeugt, dass Remote Work – über verschiedene Standorte, das Büro oder das Homeoffice hinweg – ein gutes neues Modell ist. Es führt meiner Meinung nach nicht nur zu effektiveren und widerstandsfähigeren Unternehmen, sondern hat schlussendlich auch positive Auswirkungen auf die Gesellschaft insgesamt. Im Moment liegt der Fokus der Diskussion oft zu sehr darauf, was wir durch die Abkehr von den Büros verlieren könnten und zu wenig auf den Vorteilen.
In meinen Augen tun sich Unternehmen allerdings keinen Gefallen damit. Und ja, für mich ist das auch eine Frage der Führungskultur. Wir bei Atlassian leben „Team Anywhere“ auf jeder Ebene – angefangen bei unseren Co-CEOs und Co-Gründern –, investieren in den Erfolg dieses Konzepts und arbeiten ständig daran, es zu verbessern.

Arbeitskultur ändert sich, Werte sollten gleich bleiben. Wir sollten dafür sorgen, dass Arbeit unabhängig vom Ort wird.

Annie Dean

Wenn Sie nun auf Ihren Report schauen und die Learnings von Atlassian aus den letzten Monaten, welche Empfehlungen geben Sie Unternehmen?
In erster Linie sich nicht an der Vergangenheit festzuhalten, sondern für die Zukunft zu planen. Laut einer Umfrage, die wir unter den Fortune-500-Führungskräften durchgeführt haben, erwarten 99 Prozent der Befragten, dass die Arbeit künftig noch stärker verteilt sein wird und 98 Prozent sind sich einig, dass nicht der Ort, an dem die Teams arbeiten, das Problem ist, sondern wie sie arbeiten. Allein aufgrund des Fachkräftemangels wird es für Unternehmen immer schwieriger werden, qualifiziertes Personal in der Nähe ihrer Büros zu finden. Zudem erwarten Beschäftigte heute von ihren Arbeitgebern Flexibilität – wer die nicht bieten kann, hat zusätzlich schlechtere Karten bei Bewerbern.
Der Arbeitsalltag findet zunehmend online und über virtuelle Plattformen statt. Deshalb sollte sich jedes Unternehmen darauf konzentrieren, wie Arbeit erledigt wird, und sich nicht damit aufhalten, wo sie stattfindet. Diese Entwicklung schreitet in rasantem Tempo voran. Tools wie ChatGPT zeigen beispielsweise nur einen ersten Ausblick, wie KI die Arbeits- und Geschäftswelt verändern wird. Gleichzeitig können sich viele Unternehmen noch immer nicht vorstellen, dass Menschen auch außerhalb eines Büros arbeiten können. Ich würde Führungskräfte dazu ermutigen, etwas weniger Angst und etwas mehr Fantasie zu haben. Vor allem, wenn es um eine solche Chance mit enormen Auswirkungen – für Beschäftigte wie Unternehmen – geht.

Bemerkenswert ist auch die Steigerung von 25 % Remote auf 40 % Remote. Welchen Impact hat das auf Ihre Unternehmenskultur?
Nicht den, den man vielleicht erwarten würde. Dass die Unternehmenskultur unter Remote Work leide, ist ja auch einer der Gründe, der für die Rückkehr ins Büro angegeben wird. Das stellen wir bei uns aber nicht fest. Es ist eher das Gegenteil der Fall – und das, obwohl wir seit 2020 von 3.000 auf über 10.000 Mitarbeitende gewachsen sind -, weil wir unsere Kultur nämlich viel bewusster gestalten und den Fokus auf Zusammenarbeit und Teamzusammenhalt legen.
Wir haben außerdem festgestellt, dass Teamtreffen das Zusammengehörigkeitsgefühl um 27 Prozent steigern und dieser Effekt vier bis fünf Monate anhält. Also versuchen wir, unsere Teams mindestens dreimal im Jahr zusammenzubringen. Das bringt uns viel mehr als eine Büropflicht.
Arbeitskultur ändert sich, Werte sollten gleich bleiben. Wir stellen sicher, dass sich Atlassian wie Atlassian anfühlt, egal wo jemand sitzt. Dazu gehören die Förderung produktiver Gespräche mit gegenseitigem Feedback – aber auch, dass wir Meetings der Führungskräfte aufzeichnen und teilen. Außerdem arbeiten wir daran, deutlich zu machen, welchen Beitrag einzelne Mitarbeitende für das große Ganze leisten.

Generation Z macht sich nun auf den Weg in den Arbeitsmarkt. Begleitet von allerhand Mythen und Vorurteilen. Was würden Sie Ihrem jüngeren Ich heute raten?
Bleibe neugierig und versuche, Dich auf die Dinge zu fokussieren, die dir am meisten am Herzen liegen.” Ich war bei der Verwirklichung meiner beruflichen Ziele immer dann am erfolgreichsten, wenn ich an den Dingen gearbeitet habe, die sich für mich authentisch anfühlten. Die Leidenschaft für das was einen wirklich interessiert, ermöglicht es, Chancen zu ergreifen, von denen man vorher nicht einmal wusste, dass sie existieren.


Über Annie Dean


Annie Dean ist als Global Head of Team Anywhere bei Atlassian verantwortlich dafür, dass mehr als 11.000 Mitarbeiter so flexibel wie möglich arbeiten können. Sie leitet neben Atlassians Real Estate und Workpalce Experience Teams auch das Team Anywhere Lab, eine engagierte Gruppe von Verhaltenswissenschaftlern, die sich auf die Entwicklung und Validierung evidenzbasierter Arbeitsweisen konzentriert. Zuvor war Annie Dean als Director of Remote Work bei Meta tätig, wo sie ein Portfolio von Strategien für die Zukunft der Arbeit entwickelt und implementiert hat. Die New York Times, das Wall Street Journal und die Fast Company, würdigten bereits Annie Deans Expertise in flexiblem Arbeiten und Remote Work.


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Künstliche Intelligenz ist im Grunde auch ein Teil der digitalen Transformation. Und wie die Forschung gezeigt hat: Wir brauchen keine Angst davor zu haben, dass uns irgendwann die Arbeit ausgeht. Was wir aber tun sollten, ist, unser Skillset sinnvoll mit der digitalen Transformation und der künstlichen Intelligenz in Einklang zu bringen. Dazu sprachen wir mit Dr. Stefanie Seele am Institut der deutschen Wirtschaft.

Künstliche Intelligenz ist ein mächtiges Werkzeug – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Berufsfelder werden sich durch KI definitiv weiterentwickeln. Dr. Stefanie Seele rät besonders Berufseinsteigern dazu, diese Weiterentwicklungen genau zu beobachten und das Werkzeug KI steuern zu können.

Frau Dr. Seele, was zeigt Ihre Forschung in Bezug auf die Digitalisierung und den Arbeitsmarkt? Wechseln die von Digitalisierung betroffenen Menschen schneller den Arbeitgeber oder gar in die Arbeitslosigkeit?
Die Sorge vor Arbeitsplatzverlusten aufgrund technologischen Wandels wie etwa durch die Digitalisierung ist nicht neu. Sie scheint allerdings bislang unbegründet. Zwar gibt es beispielsweise in Deutschland in vielen fertigungs- und produktionsnahen Berufen aktuell ein hohes Potenzial, dass einzelne Tätigkeiten durch Digitalisierungstechnologien ersetzt werden könnten. In der betrieblichen Praxis scheinen sich die Tätigkeiten dieser Berufe aber eher zu verändern, was die Beschäftigung von potenziell ersetzbaren Berufen sogar stabilisiert und verstetigt. 

Rund um von Digitalisierung betroffenen Berufen und Prozessen sind zahlreiche neue Berufsbilder entstanden. Was sagt die Empirie zur Veränderung in der Arbeitswelt? 
Digitalisierungstechnologien sind allein kein Ersatz für komplette Berufe – weder, wenn die Technologien ergänzend, noch wenn sie ersetzend zu Tätigkeiten von Berufen eingesetzt werden können. Die Digitalisierung braucht zum Beispiel bestimmte Tätigkeiten und damit Berufsbilder, um überhaupt erst entwickelt zu werden. Beschäftigte in diesen Schlüsselberufen sind kaum arbeitslos und wechseln seltener den Betrieb. Digitalisierung sorgt bei Beschäftigten also bislang für mehr Stabilität für die betroffenen Individuen. Eine offene Einstellung gegenüber neuen Technologien und Arbeitsprozessen im Beruf ist da sicherlich von Vorteil für Berufseinsteiger und Beschäftigte allen Alters. 

Eine offene Einstellung für Digitalisierungstechnologien ist von Vorteil für Berufstätige jeden Alters

Dr. Stefanie Seele

Aktuell geraten Unternehmen aus verschiedenen Richtungen unter Druck und müssen die Potenziale von Automatisierung und künstlicher Intelligenz im Kontext von Produktivität heben. 
Ich möchte ergänzen: Die Unternehmen und Beschäftigten sind aktuell inmitten einer umfassenden Transformation auf dem Arbeitsmarkt. Digitalisierung und künstliche Intelligenz sind aus meiner Sicht wichtige Hebel, um der Demografie, der Dekarbonisierung und der De-Globalisierung zu begegnen. Je nachdem wie gut Beschäftigte sich auf Neues einlassen und auch beruflich Technologien sinnvoll nutzen, entscheidet sich, ob die Verfügbarkeit von Technologien im Betrieb beispielsweise die Produktivität und damit auch die dazu gehörende Entlohnung steigert oder nicht. 

Aus Ihrer Sicht: Was können Unternehmen und auch Mitarbeitende tun, um die Qualität der Arbeit durch Automatisierung und KI zu steigern? 
Wichtig ist, dass Beschäftigte trotz der vielen neuen Möglichkeiten die KI bringt und bringen wird, weiterhin die Oberhand behalten und letztlich die Entscheidungen selbst treffen und der KI nicht gänzlich das Feld überlassen. Es geht um produktivitätssteigernde Interaktion von Menschen mit KI. Weil einzelne Tätigkeiten vom Menschen überwacht durch KI erledigt werden, gewinnen wir Zeit für anderes. Die gewonnene Zeit sollten die Beschäftigten möglichst für sinnvolle Dinge nutzen, um sich und die Arbeit im Betrieb weiterzuentwickeln. Und: Natürlich fallen Arbeitsplätze Dank technologischen Wandel weg, aber bisher sind trotzdem immer neue Beschäftigungsmöglichkeiten hinzugekommen. Arbeit wird dadurch auch vielfältiger, kreativer und hoffentlich interessanter. 

Gerade Berufsfelder in der Fertigung könnten durch KI bald verschwinden. Wie kann ich das zum Vorteil wenden, wenn ich weiß, dass mein Berufsfeld als Berufseinsteiger in der Fertigung dank künstlicher Intelligenz bald verschwunden sein könnte ? 
Individuell stehen Berufseinsteiger vor anderen Herausforderungen als etwa ihre Elterngeneration, die dann vielleicht altersbedingt in einigen Jahren in Rente geht. Aber den Jüngeren hilft zumindest der Fachkräftemangel bei der Jobsuche. Und wer offen für Neues ist, kann in seinem weiterentwickelten Berufsfeld die KI steuern und entscheiden, wohin die Reise geht. Kurzum: Die Arbeit ging der Menschheit bisher nicht aus und wird es auch künftig nicht. 


Unsere Interviewpartnerin

Dr. Stefanie Seele studierte und promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Die gebürtige Berlinerin ist Senior Economist am Institut der deutschen Wirtschaft und unterrichtet parallel dazu Volkswirtschaftslehre an der HWR Berlin und der HU Berlin. In ihrer Forschung – der empirischen Arbeitsmarktökonomie – analysiert sie die Folgen von Arbeitsmarktreformen, dem technologischen Wandel und der Dekarbonisierung auf Löhne und Beschäftigung 

Wie verändern sich Wahrnehmungen in der Arbeitswelt? Dazu führt das IAB, das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung, seit mehr als zehn Jahren regelmäßig Befragungen durch. Dabei entstehen spannende Ergebnisse im Detail. Wir sprachen mit Dr. Stefanie Wolter sowohl dazu als auch zu den sich abzeichnenden Trends am Arbeitsmarkt.


Frau Dr. Wolter, Sie führen bereits seit 2012 ein regelmäßiges Panel durch in Bezug auf die Arbeitswelt im Wandel. Welche Themenbereiche decken Sie ab?
Das Projekt untersucht wie sich die Arbeitswelt seit 2012 wandelt und deckt dazu eine breite Palette an Themen ab, die das Zusammenspiel von Betrieben und ihren Beschäftigten in den Fokus rücken. Das reicht von klassischen Themen wie der Entlohnung, den Arbeitszeiten oder Weiterbildungen zu ganz aktuellen Themen wie flexiblem Arbeiten, dem Umgang mit neuen digitalen Technologien oder der Unternehmenskultur. Die Arbeitnehmer:innen fragen wir zudem auch nach ihrer Zufriedenheit mit dem Job, ihrer Wechselabsicht oder nach ihrem Engagement. Das ermöglicht einen sehr umfangreichen Blick darauf wie sich einerseits betriebliche Maßnahmen mit der Zeit geändert haben und andererseits auch wie sich Einstellungen und Wahrnehmungen von Beschäftigten unterscheiden und ändern.

Dabei beziehen Sie immer auch die beiden Perspektiven Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer:innen mit ein. Was sind die aus Ihrer Sicht bemerkenswerten Ergebnisse?
Bei den meisten Themen stimmen die Arbeitgeber:innen und die Arbeitnehmer:innen Perspektive überein. Gibt ein Betrieb beispielsweise an, Mitarbeitergespräche durchzuführen, so sagen Beschäftigte auch mit einer höheren Wahrscheinlichkeit, dass sie eins bekommen haben. Es lohnt sich aber dort genauer hinzuschauen: So gibt es gar nicht so selten den Fall, dass bestimmte Maßnahmen von Führungskräften eigenverantwortlich durchgeführt werden. Beispielsweise erhielt jeder fünfte Beschäftigte ein Feedbackgespräch in Betrieben die gar keine Mitarbeitergespräche führen. Es werden also flexibel Lösungen gefunden ohne das es dafür betriebliche Strategien gibt. Das gleiche gilt aber natürlich auch in die andere Richtung, d.h. obwohl es Unternehmensstrategien gibt, werden sie nicht überall gelebt.

Prof. Dr. Stefanie Wolter sieht noch nie dagewesene Chancen für junge Menschen die jetzt in den Arbeitsmarkt einsteigen – bei gleichzeitig hohen Erwartungen an die Flexibilität.

Gerade jetzt ist der Wandel in der Arbeitswelt spürbarer als noch zuvor: Nachwirkungen der Pandemie, Fachkräftemangel, globale Unsicherheit und technologischer Wandel… Welche Empfehlungen geben Sie Fach- und Führungskräften?
Viele Fachkräfte sind sich mittlerweile ihrer Stellung als knappe Ressource bewusst. Sie können selbstbewusst auftreten und Forderungen durchsetzen, die vor vielen Jahren vielleicht noch undenkbar waren. Wenn man dabei mobil ist, ist das als Fachkraft natürlich nochmal besser. Durch die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten, die viele Berufe bieten, kann es auch attraktiv sein sich nach Arbeitgeber:innen umzuschauen, die nicht gleich vor der Haustür zu finden sind. Für Arbeitgeber:innen bedeutet dies natürlich, dass sie etwas bieten müssen, um attraktiv zu sein. Das muss nicht unbedingt das beste Gehalt sein, sondern Betriebe können auch mit anderen Angeboten punkten. Führungskräften kommt dabei eine zentrale Funktion zu. Erleben Arbeitnehmer:innen ihre direkten Vorgesetzten als unterstützend und fördernd, beurteilen sie auch andere Aspekte ihres Arbeitsumfelds positiver. Unsere Studie zeigt, dass Mitarbeiter:innen, die die oder den Vorgesetzten als gerecht wahrnehmen auch zufriedener mit ihrer Arbeit sind. Es gilt also eine Kultur im Unternehmen zu schaffen, in der sich Beschäftigte und ihre Arbeit wertgeschätzt fühlen.

Und was würden Sie jungen Menschen raten, die jetzt in den Arbeitsmarkt eintreten?
Junge Menschen, die jetzt auf den Arbeitsmarkt kommen, haben eine noch nie dagewesene Anzahl an Möglichkeiten sich beruflich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig wird auch eine noch nie dagewesene Flexibilität erwartet. Das Ideal der Eltern- und Großelterngeneration von der Ausbildung bis zur Rente im gleichen Betrieb zu arbeiten und linear aufzusteigen, existiert nicht mehr. Der schnelle technologische Wandel erfordert, dass man ständig dazu lernt, eigene Fähigkeiten weiterentwickelt und beruflich flexibel bleibt. Von daher ist wahrscheinlich der wichtigste Rat die eigenen Fähigkeiten als wichtigste Ressource zu achten und sich nicht zu stark auf die formale Qualifikation zu verlassen.

Wo wir schon dabei sind: Die Generation Z wird ja von allerlei Attributen begleitet. Welche Werte, welche Rückschlüsse auf die Generation erlauben Ihre Forschungsergebnisse? Wie anders tickt diese Generation wirklich?
Insgesamt ist die Bindung an den Arbeitgeber in den letzten Jahren in Deutschland zurückgegangen. Das trifft aber auf alle Beschäftigten zu. Corona hat diesen Trend gestoppt. Es bleibt spannend zu sehen, ob das nur vorübergehend war oder eine echte Trendumkehr. Leider haben wir dazu noch keine Daten.


Erstaunlicherweise hat die Corona Pandemie für eine höhere Bindung der Mitarbeitenden an den Arbeitsplatz bewirkt. Ob das vielerorts betriebene Homeoffice da einen Effekt hat, werden neuere Daten zeigen. Ebenso, ob es den Arbeitgebenden gelungen ist, den Trend fortzuschreiben.

Über die Gen Z wird unter anderem gesagt, dass sie „Quiet Quitting“ betreibt und weniger arbeiten will, Stichwort 4-Tage-Woche. Die eigene Work-Life-Balance ist stärker in den Fokus gerückt. Verglichen mit Generationen vor ihnen kommt die Gen Z auf einen Arbeitsmarkt, der von sehr niedriger Arbeitslosigkeit und einer sehr großen Nachfrage nach Fachkräften geprägt ist. Zusammen mit den großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie dem Klimawandel ist es verständlich, dass sich Prioritäten verschoben haben. Setzt die Gen Z ihre Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen durch, kommt das dann ja auch anderen Generationen zu Gute. Die Daten bestätigen das Bild von der faulen Gen Z übrigens nicht. Der Trend hin zu einer niedrigeren gewünschten Arbeitszeit ist nichts spezifisches der jungen Generation sondern findet sich auch bei älteren Beschäftigten. Bei den unter 26-Jährigen ist die gewünschte Arbeitszeit bis zur Pandemie sogar recht stabil (Wanger, Susanne & Enzo Weber (2023): Arbeitszeit: Trends, Wunsch und Wirklichkeit. (IAB-Forschungsbericht 16/2023), Nürnberg, 43 S). Auch der Quiet-Quitting-Trend lässt sich in den Daten nicht bestätigen.

Erleben Arbeitnehmer:innen ihre direkten Vorgesetzten als unterstützend und fördernd, beurteilen sie auch andere Aspekte ihres Arbeitsumfelds positiver. Unsere Studie zeigt, dass Mitarbeiter:innen, die die oder den Vorgesetzten als gerecht wahrnehmen auch zufriedener mit ihrer Arbeit sind. Es gilt also eine Kultur im Unternehmen zu schaffen, in der sich Beschäftigte und ihre Arbeit wertgeschätzt fühlen.

Prof. Dr. Stefanie Wolter

Wie können, ja müssen sich Unternehmen aufstellen, um diesem gerecht zu werden?
Für Unternehmen ist es wichtig der jungen Generation offen gegenüberzutreten und sie als Chance zu begreifen. Sie bringen neue Impulse ein und bewegen sich selbstverständlich in einem digitalen Umfeld. Von diesen Fähigkeiten können Unternehmen profitieren. Es geht aber nicht nur darum sich für die Gen Z aufzustellen. Für Unternehmen ist es eine Herausforderung ein Arbeitsumfeld zu schaffen, dass der Vielfalt der Belegschaft in vielen Dimensionen gerecht wird. Zum Teil arbeiten drei Generationen, Mitarbeiter:Innen mit unterschiedlichen kulturellen, mit unterschiedlichen Geschlecht und mit und ohne Behinderung zusammen. Unternehmen sollten sich daher flexibel zeigen und nach individuellen Lösungen suchen und diese Diversität als Chance begreifen.


Unsere Interviewpartnerin

Dr. Stefanie Wolter studierte European Studies an der Technischen Universität Chemnitz und Internationale Volkswirtschaftslehre an der Universität Regensburg. Im Mai 2019 schloss sie ihre Promotion an der Julius-Maximilian-Universität Würzburg zu „Factors of Firm Success: Management Practices, Workforce Composition and Ownership” ab. Sie ist seit Juli 2011 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsdatenzentrum der BA im IAB. Außerdem leitet Frau Wolter das BMAS-geförderte Projekt „Arbeitsqualität und wirtschaftlicher Erfolg“, das Zusammenhänge zwischen betrieblicher Personalpolitik und wie Beschäftigte ihre Arbeit wahrnehmen, erforscht.


Bildquelle / Lizenz Aufmacher: Foto von Christin Hume auf Unsplash

Die Art und Weise, wie wir arbeiten, hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Dieser kulturelle Wandel wirkt sich auch auf unseren Anspruch an Weiterbildungen und auf das entsprechende Angebot aus. Heike Landau, HR Consultant bei Consol, stellt im Gespräch aktuelle Entwicklungen und Trends vor.

Inwiefern benötigen Mitarbeiter heutzutage andere fachliche Skills als vor der Pandemie, dem Russland-Ukraine-Krieg und Co. – und welche sind das konkret?
Die Corona-Pandemie war in den vergangenen drei Jahren der treibende Faktor für viele Veränderungen in der Arbeitswelt. Natürlich gab es bereits vor ihr Homeoffice und hybride Arbeitsmodelle, doch erst die strengen Auflagen der Regierung haben ihnen zu einem flächendeckenden Durchbruch verholfen – und damit neue Digitalkompetenzen erforderlich gemacht. Arbeitnehmer müssen heute mit Kommunikations- und Kollaborationstools zurechtkommen, ihre Meetings per Video-Call durchführen und Dateien mittels Datenmanagementsystemen verwalten.
Die neuen Arbeitsmodelle rufen zudem Cyberkriminelle auf den Plan. Da die Unternehmensnetzwerke in die Breite wachsen und mehr Endpunkte existieren, vergrößert sich auch die Angriffsfläche. Die Sicherheitslage ist somit ernster denn je. Daher sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter für das Thema Datensicherheit sensibilisieren und ihnen das nötige Know-how vermitteln – von starken Passwörtern und deren regelmäßige Änderung bis hin zu speziellen Vorsichtsmaßnahmen, wenn sie in öffentlichen WiFi-Netzen arbeiten.
Führungspersonen haben darüber hinaus die herausfordernde Aufgabe, ihre Teams und Abteilungen auch in der verteilten Arbeitswelt zusammenzuhalten. Die hybride Personalführung ist nicht immer einfach und erfordert in vielen Fällen neuartige Teambuilding-Maßnahmen. Feste Termine für digitale Stand-up-Meetings und regelmäßige Video-Calls gehören zum Pflichtprogramm.

Welche Rolle spielt demnach IT-Weiterbildung in Mittelstandsunternehmen anno 2024?
Quasi die Hauptrolle, denn die Digitalisierung schreitet immer weiter voran. Wollen Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben, müssen sie dafür sorgen, dass die Kompetenzen ihrer Mitarbeitenden mit dieser Entwicklung Schritt halten.

Weiterbildung als Mitarbeiter nicht mehr nur passiv erleben, sondern aktiv mitgestalten, ist ein Punkt, der Heike Landau am Herzen liegt.

Was muss passieren, damit Fortbildungen in mittelständischen Unternehmen eine größere Rolle einnehmen, als es bisher häufig der Fall ist?
Zunächst ist es wichtig, dass Unternehmen ein entsprechendes Bewusstsein für die Notwendigkeit von Weiterbildungen verinnerlichen. Ohne diese Awareness sind die meisten Initiativen eher kurzlebig. Ist diese Grundvoraussetzung erfüllt, müssen Weiterbildungen einen festen Platz in der Jahresplanung erhalten und Bestandteil der Mitarbeiterentwicklung werden. Dafür benötigt jeder Mitarbeitende natürlich ein entsprechendes Zeitkontingent.

Das Engagement seitens der Unternehmen ist das eine, die Motivation von Mitarbeitern das andere. Was können Firmen tun, um die eigenen Mitarbeiter für Schulungen zu begeistern?
Ein wichtiger Punkt ist, die Mitarbeitenden wirklich einzubinden. Dazu gehört nicht nur, gemeinsam mit ihnen einen Plan zu erstellen und individualisierte Angebote zu fördern. Sie sollen ihre Weiterbildung aktiv mitgestalten. Unternehmen erhöhen den Stellenwert einer Weiterbildung auch, wenn sie die Mitarbeitenden dazu motivieren, ihr neu erlerntes Wissen direkt an die Kollegen weiterzugeben. Für die erfolgreiche Implementierung von Weiterbildungen in den Berufsalltag ist es auch förderlich, wenn die Angebote leicht zugänglich sind. Webinare und E-Learning eignen sich daher besser als Schulungen vor Ort mit einem zum Teil weiten Anreiseweg für die Mitarbeitenden.

Inwiefern haben sich die Formen der IT-Weiterbildungsangebote und Schulungen in den vergangenen Jahren verändert?
Die Anbieter von IT-Weiterbildungen haben in den vergangenen Jahren – auch wegen der Pandemie – erkannt, dass Flexibilität ein Erfolgsfaktor ist. Wir wollen heute selbst bestimmen, wann und wo wir lernen. Auf diesen Anspruch haben sie mit diversen E-Learning-Formaten reagiert, die genau diese Flexibilität bieten.

Welche Trends beherrschen derzeit die Fortbildung – Stichpunkt u.a. Gamification und E-Learning – und was hat sich durchgesetzt oder wird sich noch durchsetzen?
E-Learning liegt absolut im Trend. Insbesondere Learning-Experience-Plattformen wie udemy oder O’Reilly genießen derzeit große Aufmerksamkeit. Sie ermöglichen die Teilnahme an umfangreichen Weiterbildungen, die ganze Themenkomplexe in vielen Lerneinheiten abdecken. Über Community-Funktionen können die Nutzer sich zudem mit anderen Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern austauschen und bei Rückfragen auch die Lehrenden kontaktieren – und das alles innerhalb einer Plattform.


Bildquelle / Lizenz Aufmacher: Foto von Moritz Kindler auf Unsplash

Es gab eine Zeit, in der hieß es „Irgendwas mit Medien“ und es klang nach: Ich weiß halt nichts besseres. Aktuell kann der Rat lauten, „Irgendwas mit Medien“ zu machen. Der Grund dafür ist einfach: Medien schaffen Beziehungen. Und Beziehungen funktionieren Mensch zu Mensch.

In der Arbeitswelt der Zukunft wird es auf diese Beziehungen ankommen. Sie sollten belastbar sein und einem die Möglichkeit bieten, sein Wissen zu erweitern. Um zu starten, bietet sich ein Traineeship PR- und Marketing an. Das kann Dein Start in die Medienwelt sein.
Du lernst, zu recherchieren, kreative Ideen zu entwickeln, umzusetzen und zu pitchen. Du wirst Deine eigenen Beiträge verfassen und Dein Netzwerk aufbauen. Dafür brauchst Du natürlich Ideen und die Fähigkeit, diese auch zu kommunizieren. Du bist immer Teil eines Teams, daher ist es wichtig, zu wissen, wie Du andere von Deinen Ideen überzeugst bzw. andere Ideen zuzulassen, wenn diese besser als Deine sind.
Du arbeitest in der Regel in Agenturen oder Unternehmen. Bei guten Unternehmen und Agenturen bekommst Du einen Buddy an die Hand, der dich nicht nur einarbeitet, sondern langfristig begleitet. Diese Agenturen und Unternehmen sind auf wachsende Hierarchien ausgelegt und planen langfristig. Sie wollen, dass Du bleibst und Dich weiterentwickelst.

Das kannst Du lernen

Du kannst lernen, wie Recherche funktioniert, komplexe Themen und Märkte analysiert werden und Trends so aufbereitet werden, dass Schlussfolgerungen gezogen werden können.

In einer guten Agentur wirst Du eng mit der Kreation zusammenarbeiten und unterschiedliche Arten von Content erstellen: Blogbeiträge, Fachartikel aber auch Rich-Media-Inhalte in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Content-Profis. Auch die Kreation als solche, also die Entwicklung von Ideen, wirst Du lernen. Wie also aus ein paar Gedanken eine Kampagne wird.

Absolut essentiell ist das Netzwerken, der Aufbau und die Pflege von Beziehungen. Auch das wirst Du lernen. Last but not least wirst Du lernen, wie man den Erfolg einer Kampagne misst.

Wenn Du nun Lust hast auf „Irgendwas mit Medien“, schau Dir einfach mal das hier an.

Public Relations nennt man den Teil der Agenturbranche, der Beziehungen von einer Organisation, einem Unternehmen oder einer Institution mit der Öffentlichkeit verbindet. Dabei geht es darum, die Kommunikationsziele eines Unternehmens, einer Organisation oder einer Institution in der Öffentlichkeit zu erreichen.

Das kann sein:

  • Information: Was genau bietet ein Unternehmen an? Warum sollte man dort kaufen? Welches Ziel verfolgt es und wie geht es dabei vor? Eine Institution wie etwa eine Partei oder ein Forschungsinstitut können über neueste Forschungsergebnisse informieren oder eine Partei eine Kampagne in der Öffentlichkeit launchen.
  • Image: Im Punkt Image geht es immer darum, die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit an einem bestimmten Ziel auszurichten. In der Regel wird das Ziel eine positive Wahrnehmung sein: Für eine Partei geht es zum Beispiel darum, die Konzepte für ein bestimmtes Problem positiv an die Öffentlichkeit zu transportieren. Für ein Unternehmen kann es auch darum gehen, eine Dienstleistung unterstützend zu begleiten durch Beeinflussung der öffentlichen Wahrnehmung.
  • Marketing: Ganz häufig unterstützt man PR-seitig das Marketing eines Unternehmens. Hier wird die Öffentlichkeit für eine bestimmte Thematik sensibilisiert, die man mit dem Produkt angehen möchte. Begleitend zur Einführung eines neuen Produktes werden dann Informationsmöglichkeiten geschaffen.

Natürlich ist diese Zusammenfassung nur sehr allgemein. Public Relations gibt es agenturseitig, innerhalb von Unternehmen und auch innerhalb von Organisationen. Große Unternehmen und Agenturen haben eine große Bandbreite an Themen, die sie an dieser Stelle transportieren möchten.

Nun wird auch dieser Bereich immer mehr an Daten aufgehängt werden. Das heißt, er wird datengetrieben. Wir haben dir hier eine Jobchance rausgesucht, die auf Agenturseite heraussticht und bei der es explizit um das Verständnis mit Daten geht.

Lese hier mehr dazu.


Foto von Maxim Berg auf Unsplash

Wir sprachen mit Markus Kiss. Er ist Referatsleiter Ausbildungspolitik und -projekte bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer. Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Experte mit der Lage auf dem Ausbildungsmarkt und der Weiterentwicklung der dualen Ausbildung in Deutschland. Nach langen Jahren, in denen das Studium ein rasantes Wachstum hingelegt hat, liegt nun die duale Ausbildung wieder fast gleichauf. Er sagt aber auch, dass viel zu wenige Jugendliche vollständig über die Chancen informiert sind, die sie haben – egal ob Studium oder Ausbildung.

Die meisten Jugendlichen entscheiden sich für ein Studium nach der Schule. Wie sah es in diesem Jahr aus?
Ganz so eindeutig ist der Trend zu einem Studium gar nicht mehr. Nachdem die Zahl der Studienanfänger jahrelang gestiegen ist, stagniert sie inzwischen. Es ist zudem ein positives Signal, dass sich in diesem Jahr insgesamt fast 490.000 Jugendliche für eine betriebliche Ausbildung entschieden haben – rund drei Prozent mehr als im Vorjahr. Damit liegen die Zahlen der Studienanfänger und Ausbildungsanfänger im dualen System etwa gleichauf. Es gibt außerdem noch weit über 150.000 junge Menschen, die sich für eine schulische Ausbildung, etwa in Gesundheits- oder Sozialberufen, entscheiden. Die werden bei der Gesamtbetrachtung häufig vergessen.

Historisch betrachtet: War das schon immer so?
Nein, früher lag die duale Ausbildung eindeutig vorn. Noch 1992 begannen fast doppelt so viele Jugendliche eine Ausbildung wie ein Hochschulstudium. Der rasante Anstieg der Studierendenzahlen ist vor allem damit zu erklären, dass immer mehr Schüler die Hochschulreife erwerben. Zu viele von ihnen glauben, dass der Weg zum beruflichen Glück nur durch ein Studium zu erreichen ist – und scheitern dann häufig. Mehr als jeder vierte deutsche Studienanfänger im Bachelor-Studiengang verlässt die Hochschule ohne Abschluss. Das sind mehr als 100.000 junge Leute pro Jahr, die in einer dualen Ausbildung vermutlich besser aufgehoben gewesen wären.

Gibt es Branchen, bei denen die Ausbildungsstellen besonders schwer zu besetzen sind? Oder haben es bestimmte Richtungen vielleicht besonders einfach? Wissen Jugendliche generell genug über die Möglichkeiten, die sie haben?
Es gibt in allen Branchen offene Ausbildungsplätze, besonders viele im Einzelhandel und in der Gastronomie, aber auch in der Lagerwirtschaft, in Metallberufen, im Bau oder im Lebensmittelbereich. Noch genügend Bewerber gibt es für Berufe in der Kfz-Technik, in Verwaltungsberufen, in der Softwareentwicklung, Tierpflege oder in künstlerisch-kreativen Berufen. Leider kennen noch immer zu wenige Schüler die Bandbreite der Ausbildungsberufe und die Vorteile einer Ausbildung: gute Verdienstaussichten, hervorragende Weiterentwicklungsmöglichkeiten und beste Chancen auf unbefristete Übernahme. Ein erfolgreicher Berufsabschluss ist nahezu eine Jobgarantie. Und eine nachfolgende Höhere Berufsbildung zum Meister oder Fachwirt kann sogar noch besser vor Arbeitslosigkeit schützen als ein Studium. Die IHK-Organisation hat daher in diesem Jahr eine bundesweite Kampagne mit echten Azubis gestartet. Die Botschaften „Ausbildung macht mehr aus uns“ und „Jetzt könnenlernen“ stehen im Zentrum. Wir brauchen aber dringend auch eine ausgewogene und praxisorientierte Berufsorientierung als Pflichtaufgabe an allen Schulen. Gymnasien dürfen nicht nur über das Studium, sondern müssen auch über die vielfältigen Chancen einer Ausbildung informieren.


„Wir dürfen nicht nachlassen, bei den jungen Menschen für eine duale Ausbildung zu werben und mit Vorurteilen aufzuräumen“, stellt Markus Kiss heraus. (Quelle: DIHK/ Paul Aidan Perry)

Welche Probleme ergeben sich Ihrer Meinung nach aus den unbesetzten Stellen?
Insgesamt können derzeit Betriebe schätzungsweise rund 1,8 Millionen Stellen längere Zeit nicht besetzen. Der Fachkräftemangel wird sich durch die vielen unbesetzten Ausbildungsplätze weiter zuspitzen. Jedes zweite Unternehmen, das längerfristig Stellen nicht besetzen kann, sucht erfolglos Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Ausbildung. Die demografische Entwicklung verschärft die Herausforderungen. Wir haben heute rund 100.000 weniger Schulabgänger als vor zehn Jahren. Und in den nächsten Jahren verlassen pro Jahr bis zu 400.000 Beschäftigte mehr den Arbeitsmarkt als neu hinzukommen. Wir dürfen darum nicht nachlassen, bei den jungen Menschen für eine duale Ausbildung zu werben, mit Vorurteilen aufzuräumen und die Berufliche Bildung als wichtige Alternative zum Studium herauszustellen.

Was können Unternehmen tun, um auf sich aufmerksam zu machen?
Die Unternehmen kennen den hohen Stellenwert einer frühzeitigen Berufsorientierung und wissen: Ohne Praktika für Schüler keine oder kaum Azubis und ohne Azubis keine ausgebildeten Fachkräfte. Viele Ausbildungsbetriebe bieten deshalb immer mehr Praktikumsplätze an oder entsenden Ausbildungsbotschafter an die Schulen. Das sind Azubis, die auf Augenhöhe mit den Schülerinnen und Schülern von ihrer Ausbildung in den Unternehmen berichten.

Wie sieht es mit der Bezahlung von Ausbildungsplätzen aus? Welche Benefits schätzen besonders Auszubildende?
Die Ausbildungsvergütungen sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen – weit stärker als die tariflichen Löhne und Gehälter. Die Höhe der Vergütung ist auch sicher ein wichtiges Argument bei der Wahl der Ausbildung, aber nicht das entscheidende. Wichtiger noch ist ein modernes und attraktives Arbeitsumfeld. Azubis fühlen sich dann besonders wohl, wenn sie Teil eines Teams sind. Unternehmen gestalten ihre Hierarchien also immer flacher und warten mit moderner Technik auf. Weitere Benefits können Prämien für gute Lernergebnisse, Zuschüsse zum Deutschlandticket, zum Wohnen oder auch ein Abo fürs Fitnessstudio sein.

Die Generation Z drängt auf den Arbeitsmarkt – begleitet von allerhand Klischees.  Wie verhält sich diese Generation auf dem Ausbildungsmarkt?
Ich würde sagen, dass sich die Generation Z vor allem rational verhält. Sie wiegt Vor- und Nachteile ab. Es ist wichtig, dass immer mehr Jugendliche erkennen, dass die Vorteile einer Ausbildung überwiegen können.


Bildquelle / Lizenz: Foto von OPPO Find X5 Pro auf Unsplash

Die Zahlen sind alarmierend: 68.868 Ausbildungsstellen konnten 2022 nicht besetzt werden, rund 50.000 Jugendliche verlassen bundesweit die Schule ohne Abschluss. Es wird erwartet, dass bis 2035 rund sieben Millionen Arbeitskräfte fehlen werden, da die Babyboomer in Rente gehen. Das bedeutet, dass auch Studierende die Chancen der Ausbildung nutzen sollten. Oder eine Ausbildung vor ein Studium stellen sollten. Die Wirtschaft muss jetzt endlich Verantwortung übernehmen und in zeitgemäße Ausbildung investieren, appellieren Azubi-Bildungsexperte Mike Joszko, Geschäftsführer von Talent2Go, und Digitalbildungsexpertin Simone Stein-Lücke, Geschäftsführerin der BG3000. So schafft sich die Wirtschaft die so dringend benötigten Fachkräfte mit der Zeit selbst.

Wird der dramatische Mangel an Fachkräften zum Untergang des Wirtschaftsstandortes Deutschland führen? Wie bewerten Sie die aktuellen Statistiken?
Mike Joszko: Ich sehe noch sehr viel ungenutztes Potenzial auf dem Feld der Fachkräftegewinnung und -sicherung. Wenn endlich an den richtigen Stellschrauben gedreht wird, kann ich wieder optimistisch in die Zukunft blicken. Mit der Nachwuchsförderung sollten Unternehmen bereits im Schulumfeld ansetzen. Und dann bei ihren Azubis schauen, dass möglichst viele ihre Ausbildung abschließen und als Fachkräfte übernommen werden können. 8,2 Prozent aller Auszubildenden scheitern derzeit an der Abschlussprüfung. Das sind aus meiner Sicht viel zu viele potenzielle Nachwuchskräfte, die durchs Raster fallen und dem Arbeitsmarkt verloren gehen. Das können wir uns nicht leisten. Wir müssen die Übernahme- und Bestehensquote erhöhen.
Simone Stein-Lücke: Der Arbeitsmarkt ist kein Schlaraffenland. Wer ernten möchte, muss zunächst säen, denn qualifizierte Fachkräfte fallen nicht vom Himmel. Wenn das die deutsche Wirtschaft endlich kapiert, haben wir noch eine Chance. Unternehmen können es sich nicht mehr leisten, weiter auf die Bildungspolitik zu hoffen. In der digitalen Transformation ist Personalentwicklung so wichtig wie nie. Wer auch morgen fähige Fachkräfte braucht, sollte sich heute intensiv um seinen Nachwuchs kümmern. 

Wie können Arbeitgeber den Erfolg ihrer Auszubildenden beflügeln? In welchen Bereichen hapert es am meisten an jobrelevanten Kompetenzen? 
Mike Joszko: Die Digitalisierung macht es Arbeitgebenden möglich, ihre Auszubildenden ganz individuell und adäquat zu begleiten. Beispielsweise bietet meine Firma mit dem Produkt Talent2Go eine All-in-One-Lösung an, das Recruiting, Organisation und Lernen extrem erleichtert. Die Ausbilderinnen und Ausbilder können die Fortschritte und Herausforderungen ihrer Azubis auf einen Blick sehen und rechtzeitig mit geeigneten Maßnahmen reagieren. Die Azubis haben auf der Lernplattform die Möglichkeit, sich in ihrem eigenen Tempo optimal auf ihre Prüfungen vorzubereiten. 
Simone Stein-Lücke: Neben fachlichen Kompetenzen mangelt es den meisten Azubis auch an elementaren Digitalkompetenzen. Digital Natives sind routinierte Internetnutzer, doch vielen fehlt das grundlegende Verständnis für IT, Algorithmen, die Herausforderungen der sozialen Medien oder das Internet als Wirtschaftsraum. Den meisten Unternehmerinnen und Unternehmern ist immer noch nicht bewusst, dass ihre Auszubildenden in der digitalen Welt ohne das notwendige Knowhow unterwegs sind. Deshalb ist eine zeitgemäße Digitalbildung sowohl für die jungen Talente als auch für ihre Unternehmen so wichtig: Social Media-Pannen, Datenschutzverstöße oder IT-Sicherheitsvorfälle können einen immensen Schaden anrichten. Bedauerlicherweise treten die meisten jungen Erwachsenen aus dem schulischen Umfeld ohne nennenswerte digitale Fähigkeiten in die Arbeitswelt ein. 



Aber haben die Schulen nicht in der Corona-Zeit digital ganz schön aufgeholt?
Simone Stein-Lücke: Im Grunde ist das Gegenteil der Fall. Viele Lehrerinnen und Lehrer haben das Homeschooling-Chaos in schlechter Erinnerung und sind froh, dass endlich alles wieder beim Alten ist. Leider werden die notwendigen Digitalkompetenzen immer noch nicht systematisch in der Schule vermittelt. Der Digitalpakt kam aufgrund hoher bürokratischer Hürden für die Schulen nur sehr schleppend in Gang. Die Bundesländer fürchten derzeit sogar einen Ausstieg des Bundes aus dem Programm und fordern ein Bekenntnis zur weiteren Finanzierung. Millionen Tablets, Laptops, digitale Tafeln und Server würden andernfalls ab 2024 nicht mehr gewartet, modernisiert oder ersetzt. Ein politisches Armutszeugnis! Statt den Digitalpakt konsequent auszubauen und neben Mitteln für notwendige IT-Infrastruktur auch Mittel für zeitgemäße digitale Fortbildungen zur Verfügung zu stellen, dokumentiert vielleicht demnächst ein Haufen IT-Schrott in den Schulen das bildungspolitische Versagen auf ganzer Linie. 
Mike Joszko: Ja, das ist echt traurig. Eine schlechte Voraussetzung, um junge Menschen bereits in der Schule für MINT-Berufe zu begeistern. Und genau das müsste geschehen, denn in den MINT-Bereichen ist ja der Fachkräftemangel am größten, wie mir auch meine Talent2Go-Kunden tagtäglich spiegeln. 

Sie sagen, dass sich die Wirtschaft nicht weiter auf die Bildungspolitik verlassen sollte. Wie können sich Unternehmen denn im Umfeld Schule engagieren? 
Mike Joszko: Unternehmen können eng mit den Schulen zusammenarbeiten. Ganz besonders Sinn macht das im Bereich der Dualen Ausbildung. Wir von Talent2Go entwickeln unsere Plattform im engen Austausch mit Unternehmen, IHKs und Berufsschulen. 
Simone Stein-Lücke: Das innovative ein- bis dreitägige Fortbildungsformat „Smart Camp“ meines Unternehmens BG3000 können wir Schulen kostenlos anbieten dank engagierter Kooperationspartner aus der Wirtschaft. Gerade erhalten wir großen Zuspruch für unser Modellprojekt „IT-Ersthelfende“ in Kooperation mit dem IT Systemhaus Bechtle. Dieses Projekt haben wir im Herbst sehr erfolgreich in der Südwestpfalz pilotiert. Vom 11. bis 13. September wurden 60 Schülerinnen und Schüler für einen ersten schnellen IT-Support in Klassenzimmern trainiert – und für MINT-Berufe begeistert. Geplant ist ein bundesweiter Roll-out. Wir freuen uns darauf, mit interessierten Unternehmen ins Gespräch zu kommen und das „IT-Ersthelfenden“-Training bald flächendeckend möglich zu machen.

Wenn man, so wie Günter Sandmann, etliche Unternehmen und viele Mitarbeitende begleitet hat, baut sich ein riesiger Erfahrungsschatz auf. Um den für Euch ein Stück weit zu öffnen, haben wir mit ihm gesprochen und ihn gefragt, was er Euch mitgeben möchte.

Herr Sandmann, Sie haben viele Unternehmen geprägt und viele Menschen auf Ihrer „Reise durch die Arbeitswelt“ begleitet. Was sind Ihre größten Learnings aus den letzten Jahren?
Wenn ich zurückschaue, habe ich mir meistens zu wenig Zeit für die Einarbeitung in die neue Aufgabe genommen. Tatsächlich kann man die Einarbeitung nicht mehr nachholen, sobald man im Tagesgeschäft eingestiegen ist. Dann gibt es einfach keine Zeit mehr für Ramp-Up Themen. 
Fortlaufendes Lernen bleibt aber unumgänglich, ständig zu überprüfen, ob das, was man tut, noch passt. In der sich immer schneller verändernden Zeit ist es notwendig, dass man sich schnell anpassen kann. Es ist wichtig, dass man sein Team auf dem Weg immer mitnimmt und dabei hält, also auch das Tempo der Veränderung in einem konsumierbaren Bereich fährt. Klare, regelmäßige und präzise Kommunikation ist dafür Voraussetzung. Was zu besseren Entscheidungen und zu einem besseren Teamplay führt, ist das Fordern und Fördern: damit jeder die jeweils eigene Sichtweise ins Team mit einbringt.

Wie können sich junge Menschen aus Ihrer Sicht am besten vorbereiten auf eine Arbeitswelt im Umbruch?Aufmerksam sein und von erfahrenen Kollegen lernen und abschauen – und ganz wichtig: fragen weshalb er dies oder jenes so macht, so entschieden hat. Ältere Kollegen wissen nicht alles und entscheiden nicht immer richtig, deshalb ist das Einbringen von eigenen Vorschlägen wichtig und hilft massiv, sich selbst im Thema weiterzuentwickeln. Wenn man Lösungsvorschläge einbringt und Entscheidungen trifft, übernimmt man Verantwortung. Wichtig ist es aber genauso zuzuhören und andere Meinungen und Sichtweisen zu verstehen. Ältere Kollegen haben schon mehrfach Krisen in der Wirtschaft erlebt und wissen, damit umzugehen. In der Tec-Branche z.B. der Dot-Com Crash, 2008 Finanzkrise, 9/11 oder zuletzt Corona. In diesen Zeiten hat man schnelle Anpassung, Widerstandsfähigkeit, Geduld und auch Kreativität gebraucht, um die Phase zu überstehen. Davon zu lernen, ist die beste Vorbereitung, da die Veränderungen immer schneller aufeinander folgen werden. Zu guter Letzt muss ich auf Geduld und „Hierarchie“ eingehen: gerade GenZ wird nachgesagt, dass sie nur fordert, weil sie ja zu Hause haben auch immer gleich alles bekommen haben, ihnen jeder Wunsch von den Augen abgelesen wurde. Das ist im Arbeitsleben nicht so. Die Arbeitsstelle, die angetreten wurde oder man innehat, wurde von den älteren Kollegen geschaffen. Die haben damit einiges Richtig gemacht und damit auch ein gewisses Recht erarbeitet „gehört und wahrgenommen zu werden“. Diese Kollegen:innen haben lange zuvor schon Verantwortung übernommen.


„Was ich meinem jüngeren ‚Ich‘ raten würde?“

„Aus- und Weiterbildung ist die Basis für langfristigen Erfolg. Daneben: Schau ständig von den erfahrenen Kollegen ab. Frage sie aus und lernen von denen.“


Wie wichtig wird es, so wie Sie, eine Personal Brand aufzubauen?
Mit meiner Personal Brand will ich zeigen, wofür ich stehe und was „man von mir erwarten kann“. Wenn der Mensch und die Personal Brand übereinstimmen, wird Authentizität erreicht. Das erzeugt Vertrauen und man wird als Gesprächs- und Geschäftspartner geschätzt. Wer heute beruflich weiterkommen will und, noch wichtiger, mit Menschen zu tun hat, z.B. im Vertrieb, Training, Consulting, etc. kommt um eine starke und klare Personal Brand nicht herum.
Der aktuelle Trend, dass gemäß Studien bis 2028 bis zu 50% der Mitarbeiter freie Mitarbeiter sein werden, verstärkt die Notwendigkeit noch viel mehr. Das Modell 20 Jahre und länger bei einem Unternehmen wird immer seltener werden – kurze Zeiten von 6 bis 36 Monate bei einem Unternehmen werden auch in Europa mehr und mehr die Regelmäßigkeit. Dafür ist die eigene Marke notwendig, um in einem solchen Umfeld erfolgreich zu sein.

Rein hypothetisch: Angenommen, Sie könnten mit Ihrem jüngeren Ich plaudern, was würden Sie dem sagen?
Aus- und Weiterbildung ist die Basis für langfristigen Erfolg aber eben nur das Fundament. Umso stabiler es ist, umso höher kann man bauen.
Schau ständig von den erfahrenen Kollegen ab. Frage sie aus und lerne von denen – sie haben mehr Erfahrung, haben alle Fälle und Situation schon zigmal mehr gesehen und erfolgreich oder auch nicht, bearbeitet. Dieses Wissen anzuzapfen ist Gold wert und hilft, schneller selbstständig bessere Entscheidungen treffen zu können. Wie im Sport, bei dem es eine Selbstverständlichkeit ist, dass man für alle Situation trainiert und sich präparieren muss, um für die „Stunde der Wahrheit“ bestens gerüstet zu sein. „Train hard – win smart“, gilt im Sport und auch für jedes Meeting im Geschäftsleben.

Wenn Du mehr zu Günter Sandmann wissen willst, schau auf sein LinkedIn-Profil: https://www.linkedin.com/in/guentersandmann/


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