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Holokratie im Möbeldesign

In unserem New Work Lexikon haben wir viele Beispiele von aktuellen Organisationsmethoden zusammengetragen. Dabei zählt Holokratie zu einer in Start-ups weit verbreiteten Organisationsmethode. Wir wollen die Organisationsmethode an einem der „unmöglichsten Produkte“ dafür beleuchten, der Schrankwand (wie man sie maximal von Oma kennt). Wie könnte diese moderne Herangehensweise an die Organisationsstruktur die Evolution und Gestaltung eines Möbelstücks beeinflussen?

1. Der Zweck der Schrankwand:

In der Welt der Holokratie steht der Zweck im Mittelpunkt. Eine Schrankwand könnte nicht nur als ein Möbelstück betrachtet werden, sondern als eine Lösung für flexible und ästhetisch ansprechende Aufbewahrung. Die Klarheit des Zwecks bildet die Grundlage für die gesamte holokratische Struktur.

2. Rollen und Verantwortlichkeiten:

Statt traditioneller Jobtitel sieht die holokratische Organisation Rollen vor. Von „Produktdesigner“ über „Herstellungsverantwortlicher“ bis hin zu „Marketingexperte“ – jede Rolle hat klare Verantwortlichkeiten im gesamten Prozess der Schrankwandgestaltung und -herstellung.

3. Entscheidungsfindung und Flexibilität:

Holokratie bedeutet dezentrale Entscheidungsfindung. Der Produktdesigner könnte eigenverantwortlich das Design gestalten, während der Herstellungsverantwortliche für Umsetzbarkeit und Qualität verantwortlich ist. Die Person im Team, die für das Marketing zuständig ist, trifft entsprechende Entscheidungen zur Produktpositionierung. Diese Struktur ermöglicht schnelle Anpassungen gemäß Kundenfeedback und ändernden Marktanforderungen.

4. Taktische und Strategische Meetings:

Regelmäßige Meetings sind zentral für holokratische Organisationen. Taktische Treffen konzentrieren sich auf laufende Aufgaben, während strategische Meetings die langfristigen Ziele und Anpassungen an der Organisationsstruktur behandeln. Dies fördert Kommunikation und Zusammenarbeit. Die Meetingfrequenz in holokratischen Organisationen kommt stark auf das Produkt selbst an. Gerade am Anfang sind sie definitiv in höherer Frequenz, wenn sich auch das Team in seinen neuen Rollen einfindet. Hier ist eine große Chance der Holokratie durch die Abstimmung und gegenseitige Rückversicherung.

5. Klärung und Iteration:

Holokratie ermutigt zu ständiger Klärung und Iteration. Wenn eine Rolle oder Verantwortlichkeit nicht effektiv ist, wird dies in den Meetings angesprochen und angepasst. Dieser iterative Ansatz unterstützt eine kontinuierliche Verbesserung des Produkts.

Fazit:

Die Anwendung von Holokratie auf die Gestaltung einer Schrankwand verspricht nicht nur Effizienz, sondern auch die Möglichkeit, sich dynamisch an Kundenbedürfnisse und Marktveränderungen anzupassen. Die Evolution eines Möbelstücks wird nicht mehr von einer hierarchischen Struktur, sondern von einem Netzwerk klar definierter Rollen und Verantwortlichkeiten vorangetrieben.

Ein Start-up, das vorhätte, einen Schrank zu kreieren, den sich der Kunde im Metaverse vorher selbst zusammengestellt hat, dürfte zur Holokratie als Organisationsmethode greifen.

Bildquelle / Lizenz: Foto von Octavian Dan auf Unsplash

Erfolgreich in die Arbeitswelt starten: Moderne Organisationsmethoden für Berufseinsteiger

Herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Abschluss deiner Ausbildung oder deines Studiums! Der Übergang von der Ausbildungsstätte in die Arbeitswelt ist aufregend, aber oft auch mit Herausforderungen verbunden. Moderne Organisationsmethoden spielen eine entscheidende Rolle dabei, wie effektiv und zufriedenstellend dein Start in die berufliche Laufbahn verläuft. Hier sind einige zeitgemäße Ansätze, die besonders für Berufseinsteiger relevant sind:

  1. Agiles Projektmanagement: Als Berufseinsteiger wirst du wahrscheinlich in Projekten involviert sein. Agile Methoden wie Scrum oder Kanban sind leicht zu erlernen und fördern die Zusammenarbeit im Team. Kurze Entwicklungszyklen ermöglichen es, schnell erste Erfolge zu sehen und sich kontinuierlich zu verbessern.
  2. Remote-Arbeit und flexible Arbeitszeitmodelle: Viele Unternehmen bieten heutzutage die Möglichkeit, teilweise oder vollständig remote zu arbeiten. Das eröffnet Flexibilität, um Arbeit und Privatleben besser zu vereinbaren. Sei bereit, mit digitalen Tools zu arbeiten und halte regelmäßige virtuelle Meetings, um den Austausch im Team aufrechtzuerhalten.
  3. Holokratische Organisation: In holokratischen Strukturen gibt es oft flache Hierarchien, was dir die Möglichkeit gibt, früh Verantwortung zu übernehmen. Du kannst dich in verschiedenen Teams engagieren und so einen breiten Einblick in die Abläufe des Unternehmens erhalten.
  4. Design Thinking: Der Design-Thinking-Ansatz fördert kreatives Denken und die Fokussierung auf die Bedürfnisse der Nutzer. Das ist nicht nur in Designabteilungen relevant, sondern kann in vielen Bereichen eingesetzt werden, um innovative Lösungen zu entwickeln.
  5. Lean Management: Als Berufseinsteiger kannst du dazu beitragen, Prozesse effizienter zu gestalten. Lean Management bedeutet, Verschwendung zu minimieren und kontinuierlich nach Verbesserungen zu suchen. Das ist eine Denkweise, die in jedem Unternehmensbereich anwendbar ist.
  6. Holistische Mitarbeiterentwicklung: Suche nach Unternehmen, die in die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter investieren. Mentoring-Programme, Schulungen und interne Weiterbildungsmöglichkeiten können dir helfen, deine Fähigkeiten zu stärken und beruflich zu wachsen.
  7. Data-Driven Decision Making: Daten spielen eine immer wichtigere Rolle in Unternehmen. Lerne, wie man Daten analysiert und daraus Schlüsse zieht. Das kann in vielen Positionen einen großen Unterschied machen.

Denke daran, dass der Eintritt in die Arbeitswelt eine Lernreise ist. Sei neugierig, engagiert und suche nach Möglichkeiten, dich weiterzuentwickeln. Moderne Organisationsmethoden können dir dabei helfen, nicht nur effizient zu arbeiten, sondern auch deine eigene berufliche Entwicklung voranzutreiben. Viel Erfolg bei deinem Start ins Berufsleben!