Zwischen Bullshit-Bingo und echten Trends in der Arbeitswelt unterscheiden.
Wir zeigen Dir die wichtigsten Begriffe

BYOD

BYOD steht für „Bring Your Own Device“ und beschreibt eine Unternehmenspolitik, die es Mitarbeitern erlaubt, ihre privaten Geräte wie Laptops, Smartphones oder Tablets für berufliche Zwecke zu nutzen. Diese Praxis kann Kosteneinsparungen für das Unternehmen bedeuten und die Zufriedenheit und Produktivität der Mitarbeiter erhöhen, da sie ihre bevorzugten Geräte verwenden können. Gleichzeitig stellt BYOD jedoch Herausforderungen in Bezug auf Datensicherheit, Datenschutz und IT-Support dar. Unternehmen müssen daher klare Richtlinien und Sicherheitsmaßnahmen implementieren, um sensible Unternehmensdaten zu schützen.


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Open Space

Open Space ist ein Moderationsformat für Großgruppen, das insbesondere in der Organisationsentwicklung und im Projektmanagement verwendet wird. Es basiert auf Selbstorganisation und Eigenverantwortung der Teilnehmer. Bei einer Open Space-Veranstaltung gibt es keine vorgegebene Agenda; stattdessen erstellen die Teilnehmer selbst die Themenliste und organisieren sich in Kleingruppen. Dieses Format fördert den offenen Austausch, Kreativität und Zusammenarbeit. Es eignet sich besonders für komplexe Fragestellungen, bei denen die kollektive Intelligenz und die unterschiedlichen Perspektiven der Teilnehmer gefragt sind.


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Cheffing

Cheffing bezeichnet eine Verhaltensweise in der Arbeitswelt, bei der Mitarbeitende die Aufgaben und Verantwortlichkeiten von Führungskräften übernehmen, ohne formell in einer solchen Position zu sein. Dieser Begriff wird insbesondere im Kontext von flachen Hierarchien und agilen Arbeitsmethoden relevant, bei denen traditionelle Führungsstrukturen zunehmend aufgelöst werden. Mitarbeitende, die „cheffen“, zeigen Eigeninitiative und übernehmen proaktiv Führungsaufgaben wie die Koordination von Projekten, Entscheidungsfindung und die Motivation des Teams. Cheffing kann sowohl Vorteile als auch Herausforderungen mit sich bringen. Einerseits fördert es die persönliche und berufliche Entwicklung der Mitarbeitenden und kann zu einer höheren Zufriedenheit und Motivation führen. Andererseits kann es zu Konflikten und Unklarheiten in Bezug auf Verantwortlichkeiten und Befugnisse kommen, wenn die Grenzen zwischen formellen Führungskräften und cheffenden Mitarbeitenden nicht klar definiert sind.

Was ist eigentlich CSR?

Nachhaltigkeit ist eine der größten Werte von Generation Y und Z. Daher ist es auch besonders wichtig, den Begriff CSR zu erklären. Denn dieser steht in direktem Zusammenhang mit Nachhaltigkeit.

Corporate Social Responsibility (CSR) beschreibt die freiwillige Übernahme sozialer und ökologischer Verantwortung durch Unternehmen über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Ziel ist es, positive Auswirkungen auf die Gesellschaft, die Umwelt und die Stakeholder zu erzielen. CSR umfasst verschiedene Aktivitäten wie umweltfreundliche Produktionsverfahren, soziale Projekte, faire Arbeitsbedingungen und transparente Geschäftspraktiken. Unternehmen, die CSR praktizieren, streben langfristige Nachhaltigkeit an und berücksichtigen dabei ökonomische, ökologische und soziale Dimensionen. Vorteile von CSR können eine verbesserte Unternehmensreputation, gesteigerte Mitarbeitermotivation und höhere Kundenbindung sein. Kritiker sehen in CSR oft eine PR-Maßnahme, die den eigentlichen Problemen nicht gerecht wird. Dennoch ist CSR ein wichtiges Instrument, um Unternehmen zu verantwortungsbewusstem Handeln zu motivieren und einen positiven gesellschaftlichen Beitrag zu leisten.


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Agilität

Agilität bezeichnet die Fähigkeit eines Unternehmens oder Teams, flexibel, anpassungsfähig und reaktionsschnell auf Veränderungen und neue Anforderungen zu agieren. Ursprünglich aus der Softwareentwicklung stammend, wird Agilität zunehmend in verschiedenen Branchen und Funktionsbereichen angewendet. Agile Methoden wie Scrum oder Kanban fördern iterative Arbeitsprozesse, enge Zusammenarbeit im Team und schnelle Lieferung von Ergebnissen in kurzen Zeitintervallen, sogenannten Sprints. Agilität ermöglicht es Unternehmen, sich schneller auf Marktentwicklungen einzustellen, Kundenfeedback schnell umzusetzen und innovative Lösungen effizient zu entwickeln. Zentrale Prinzipien sind kontinuierliche Verbesserung, Transparenz und Teamempowerment. Agilität erfordert oft eine Veränderung der Unternehmenskultur hin zu mehr Flexibilität, Offenheit für Experimente und schnelle Entscheidungsfindung. Unternehmen, die Agilität erfolgreich umsetzen, können ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern und ihre Innovationsfähigkeit stärken, indem sie auf dynamische Marktbedingungen proaktiv reagieren.

Dein eigenes Unternehmen: Der Turbo für deine Karriere

Für viele Absolventen und Berufseinsteiger ist eine sichere Festanstellung die naheliegende Wahl. Doch warum nicht groß denken? Die Gründung eines eigenen Unternehmens ist nicht nur aufregender, sondern oft auch lohnender. Selbstständigkeit öffnet Türen zu unzähligen Chancen und könnte dein Schlüssel zu einer erfüllten Karriere sein. Wusstest du, dass 9 von 10 Gründern diesen Schritt immer wieder wählen würden? Lass dich inspirieren und entdecke die Möglichkeiten, die vor dir liegen!

Unternehmertum: Deine Chance auf Erfolg und Freiheit

Selbstständigkeit wird oft mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Doch das Unternehmertum bietet zahlreiche Vorteile.

  • Verwirkliche deine Visionen: Setze deine eigenen Ideen und Projekte in die Tat um.
  • Genieße kreative Freiheit: Gestalte deine Arbeit nach deinen Vorstellungen.
  • Finde tiefere Erfüllung: Viele Gründerinnen und Gründer erleben mehr Freude und Zufriedenheit in ihrer Arbeit.
  • Sei dein eigener Chef: Bestimme selbst über deine Arbeitszeiten und Projekte.
  • Nutze finanzielle Chancen: Selbstständigkeit kann langfristig finanziell lohnender sein als eine Festanstellung.

9 von 10 Gründern würden es wieder tun. Die hohe Zufriedenheit unter Gründerinnen und Gründern spricht für sich. Viele berichten von der Freude und dem Stolz, etwas Eigenes aufzubauen. Diese Erfolgserlebnisse und die Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen, tragen maßgeblich zu ihrer Zufriedenheit bei. Selbst wenn das erste Unternehmen nicht den erhofften Erfolg bringt, sehen viele die Erfahrung als wertvoll und bereichernd an.


Ruth Schöllhammer

„Die Anforderungen und Probleme junger und kleiner Unternehmen kenne ich aus eigener Erfahrung und aus meiner Tätigkeit im Deutschen Gründerverband. Es ist eine tolle Aufgabe, Gründerinnen und Gründern die Angst vor dem Scheitern zu nehmen und sie bei ihrem Wachstum zu unterstützen.“


Mit Mut und Motivation zur eigenen Firma

Die Möglichkeiten, die sich durch die Selbstständigkeit ergeben, sind zahlreich. In vielen Branchen gibt es Nischen und ungenutzte Potenziale. Die Digitalisierung eröffnet zudem neue Geschäftsmodelle und Märkte, die besonders für junge, technologieaffine Gründerinnen und Gründer attraktiv sind.

Am Anfang kann der Start in die Selbstständigkeit überwältigend wirken. Fragen wie „Wird mein Unternehmen erfolgreich?“,  „Kann ich von dem Geschäft leben“ und „Woher soll die Startfinanzierung kommen?“ sind für viele Gründerinnen und Gründer herausfordernd. Doch keine Sorge, ihr müsst das nicht allein bewältigen. Eine solide Planung und fundierten Analyse sind der Schlüssel zum Erfolg.

Schritt für Schritt zum eigenen Unternehmen

Eine erfolgreiche Unternehmensgründung beginnt mit einer klaren Vision und einem durchdachten Geschäftskonzept. Hier sind einige wesentliche Schritte, die euch auf diesem Weg unterstützen:

1. Ideenfindung und Marktanalyse

  • Marktlücke identifizieren: Findet ein Problem, das ihr lösen möchtet.
  • Marktanalyse durchführen: Versteht eure potenziellen Kunden und analysiert den Markt gründlich.
  • Einzugsgebiet definieren: Bestimmt das geografische Gebiet, in dem ihr tätig sein werdet.
  • Kundenpotenzial bewerten: Nutzt Markt- und Standortanalysen, um das Umsatzpotenzial zu ermitteln.

2. Persönlichkeitsanalyse: Was motiviert dich?

  • Motivation analysieren: Erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer zeichnen sich durch starke Motivation und einzigartiges Handeln aus.
  • Schlüsselfaktoren bewerten: Kundenorientierung, Wettbewerbsdenken und Flexibilität sind für Unternehmerinnen und Unternehmer essentiell.
  • Stärken maximieren, Schwächen ausgleichen: Baut ein starkes Team auf, das eure Schwächen ausgleicht und eure Stärken ergänzt.

3. Detaillierte Konzept- und Finanzplanung

  • Geschäftsmodell entwickeln: Erstellt ein solides und durchdachtes Geschäftsmodell.
  • Marktanalyse integrieren: Nutzt eure Marktanalyse, um euer Geschäftskonzept zu stärken.
  • Marketing- und Vertriebsstrategie planen: Entwickelt eine gezielte Strategie, um eure Zielkunden zu erreichen und zu überzeugen.
  • Finanzplanung erstellen: Plant eure Finanzen präzise, inklusive aller Kosten, Einnahmen und Gewinnprognose.
  • Risikoanalyse durchführen: Identifiziert potenzielle Risiken und entwickelt Strategien, um diese zu minimieren.

4. Absicherung

  • Absicherung planen: Denkt daran, was passiert, falls euch etwas passiert. Sichert euch und euer Unternehmen ab.
  • Vorsorgevollmacht: Wer kann euch vertreten, falls mal was passiert? Wer hat dann beispielsweise Zugriff auf Konten und kann Auszahlungen tätigen?

5. Finanzierungsmöglichkeiten für euer Start-up

  • Eigenes Kapital: Nutzt eigenes Geld für den Start, aber achtet darauf, nicht alles zu riskieren. Bewahrt eine finanzielle Reserve für den Fall der Fälle.
  • Klassischer Bankkredit: Eine bewährte Option, geeignet für den Start. Achtet darauf, in der Geschäftsplanung die Rückzahlungsfähigkeit sicherzustellen.
  • Förderkredit: Staatlich unterstützte Kredite mit günstigen Konditionen. Erkundigt euch nach regionalen und nationalen Förderprogrammen.
  • Bürgschaftsbank: Unterstützung durch Bürgschaften, die es euch ermöglichen, leichter einen Kredit zu erhalten.
  • Business Angels: Sie bieten nicht nur Kapital, sondern auch wertvolle Expertise und Kontakte. Die Herausforderung besteht darin, die richtigen Partner zu finden. Beachtet, dass Business Angels im Gegenzug Anteile am Unternehmen erhalten.
  • Investoren und Venture Capital: Ideal für Start-ups mit hohem Wachstumspotenzial. Die Gewinnung von Risikokapital ist oft schwierig und erfordert zahlreiche Präsentationen,  Verhandlungen und Zeit, die ihr dann nicht für das Unternehmen habt.

6. Netzwerk und Partnerschaften aufbauen

  • Partner finden: Sucht euch zuverlässige Partner und baut ein starkes Netzwerk auf.
  • Erfahrungsaustausch: Teilt eure Erfolge und Herausforderungen mit Gleichgesinnten. Ein starkes Netzwerk ist ein wertvolles Unterstützungsinstrument.

Fazit

Der Weg mag herausfordernd sein, aber die Belohnungen sind es wert. Durch die Gründung deines eigenen Unternehmens kannst du nicht nur deine eigenen Visionen verwirklichen, sondern auch einen bedeutenden Einfluss auf die Welt haben. Jeder große Erfolg begann einmal als mutiger Schritt ins Unbekannte. Nutze deine Leidenschaft, deine Ideen und deine Entschlossenheit, um etwas Einzigartiges zu schaffen. Die Welt wartet darauf, von dir und deinem Unternehmen inspiriert zu werden. Trau dich, den ersten Schritt zu machen – es könnte der Beginn einer außergewöhnlichen Reise sein!


Über Ruth Schöllhammer

Ruth Schöllhammer, Mitgründerin und CMO bei smartaxxess, einem Münchner Startup. smartaxxess bietet Gründerinnen und Gründern eine Plattform, die Themen wie Finanzierung, Versicherung und Beratung digital und zentral abdeckt. Auch die Erfolgswahrscheinlichkeit des Geschäftskonzepts und der Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten wird abgebildet. Von Ruth Schöllhammer, Kai Flehmig-Pichlmaier und Mark Tom Pösken 2019 gegründet, will das Startup das Unternehmensmanagement für den jungen Mittelstand durch eine digitale Akte erleichtern.

Gleichzeitig ist Ruth Schöllhammer Vorsitzende des Vorstands Deutscher Gründerverband e.V.

Vor der Gründung ihres Start-ups war sie eine erfolgreiche Beraterin im Bereich Social Media und hat kleine und große Unternehmen bei der Einführung begleitet. Parallel war sie als Dozentin tätig u.a. bei der International School of Management, eMBIS GmbH, Akademie der Medien, Deutsche Journalistenschule, Leipzig School of Media.

Vor ihrer Selbstständigkeit war sie beim  Süddeutscher Verlag/Europa-Fachpresse-Verlag, zuletzt als Leitung Business Development.


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Z

Soft Skills für den Unterschied

Soft Skills sind in den Mittelpunkt gerückt und werden zur Geheimwaffe für den Erfolg im Berufsleben

Bottom-up

Bottom-up bezeichnet ein organisatorisches oder hierarchisches Konzept, bei dem Entscheidungen, Ideen und Veränderungen von der Basis oder den unteren Ebenen einer Organisation aus initiiert und vorangetrieben werden. Im Gegensatz zu top-down-Ansätzen, bei denen Anweisungen und Strategien von der Führungsebene nach unten weitergegeben werden, betont Bottom-up die Mitbestimmung und Beteiligung der Basis. Im Bottom-up-Ansatz werden Mitarbeiter ermutigt, ihre Erfahrungen, Fachkenntnisse und Ideen einzubringen. Dies fördert eine offene Kommunikation, Teamarbeit und eine demokratischere Entscheidungsfindung. Bottom-up-Ansätze können in verschiedenen Organisationsbereichen, von der Produktentwicklung bis zur Unternehmenskultur, angewendet werden. Im New Work-Bereich ist es ein Schlüsselkonzept, das die Demokratisierung von Entscheidungsprozessen und die Stärkung der Mitarbeiterbeteiligung in den Mittelpunkt stellt.


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Gamification

Gamification ist eine Methode, die Spielmechanismen und -elemente in nicht-spielerischen Kontexten, wie Arbeitsumgebungen oder Lernprozessen, integriert. Das Ziel ist es, Motivation, Engagement und die Produktivität der Teilnehmer zu steigern, indem Elemente wie Punkte, Ranglisten, Abzeichen und Wettbewerbe eingeführt werden. Gamification findet in verschiedenen Bereichen Anwendung, darunter Personalentwicklung, Kundenbindung, Gesundheitswesen und Bildung. Unternehmen nutzen gamifizierte Ansätze, um Mitarbeiter zu motivieren und ihre Leistung zu verbessern, während Bildungseinrichtungen sie einsetzen, um Lernprozesse attraktiver zu gestalten. Durch die Integration von spielerischen Elementen werden oft intrinsische Motivation und Spaß am Arbeitsplatz oder während des Lernens gefördert. Die Herausforderungen und Belohnungen, die mit Gamification verbunden sind, können dazu beitragen, langfristiges Engagement und eine positive Einstellung zu fördern. In der New Work-Bewegung spielt Gamification eine Rolle dabei, traditionelle Arbeitsweisen auf innovative und unterhaltsame Weise zu transformieren.


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Servant Leadership

Servant Leadership ist ein Führungsstil, der darauf abzielt, das Wohlergehen der Mitarbeiter und die Erfüllung ihrer Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen. Im Gegensatz zu traditionellen autoritären Führungsansätzen, bei denen Macht und Kontrolle im Vordergrund stehen, betrachtet der Servant Leader seine Rolle als Dienstleister für sein Team und legt Wert auf Empathie, Einfühlungsvermögen und Unterstützung. Indem Führungskräfte sich in den Dienst ihrer Mitarbeiter stellen und ihr Wohlergehen fördern, können sie eine positive und motivierende Arbeitsumgebung schaffen, die das Engagement und die Leistungsfähigkeit des gesamten Teams steigert.


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