Zwischen Bullshit-Bingo und echten Trends in der Arbeitswelt unterscheiden.
Wir zeigen Dir die wichtigsten Begriffe

Der Begriff „Sunday Scaries“ bezieht sich auf ein weit verbreitetes Phänomen, bei dem Menschen am Sonntagabend zunehmende Sorgen und Angstgefühle in Bezug auf die bevorstehende Arbeitswoche erleben. Diese Gefühle können von Stress über den Gedanken an anstehende Aufgaben bis hin zu allgemeiner Unruhe reichen. Die „Sunday Scaries“ sind oft mit dem Wiederbeginn der Arbeitswoche verbunden und können verschiedene Ursachen haben, darunter die Antizipation von Arbeitsbelastung, die Rückkehr zu einem stressigen Arbeitsumfeld oder das Bedauern über nicht genutzte Wochenendzeit. Insbesondere in der modernen Arbeitskultur, die oft von hohem Arbeitsdruck und ständiger Erreichbarkeit geprägt ist, können die „Sunday Scaries“ auftreten.


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Der Begriff Bare Minimum Monday bezieht sich auf die Idee, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Beginn der Arbeitswoche bewusst den Fokus auf das Wesentliche legen, um eine produktive und stressfreie Woche zu ermöglichen. Montags sollen demnach bewusst klare Prioritäten gesetzt und Schlüsselemente der Arbeit identifiziert werden um die eigene Energie effizienter einzusetzen. Ziel ist es, den Wochenstart zu entschleunigen und den Druck am Anfang der Woche zu reduzieren. Dies ermöglicht den Mitarbeitenden, mit einem klaren Kopf und einer positiven Einstellung in die Woche zu starten. Damit unterstreicht das Konzept die Bedeutung der Selbstfürsorge, indem es den Mitarbeitenden erlaubt, ihre Arbeitsbelastung zu managen und ihre mentale Gesundheit zu schützen.


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Die Fish-Bowl-Diskussion ist eine Moderationsmethode, die in Gruppendiskussionen eingesetzt wird, um einen offenen und strukturierten Dialog zu ermöglichen. Die Grundstruktur besteht darin, dass eine kleine Gruppe von Teilnehmenden, in der Regel etwa 4-6 Personen, in einem inneren Kreis (das „Fischglas“) sitzt und ein bestimmtes Thema diskutiert. Gleichzeitig bildet eine äußere Gruppe einen Kreis und beobachtet die Diskussion. Nach einer bestimmten Zeit, beispielsweise 15-30 Minuten, initiiert die Moderatorin oder der Moderator eine Rotation. Dabei treten eine oder mehrere Personen aus dem äußeren Kreis in die Fischschüssel ein, um aktiv an der Diskussion teilzunehmen. Gleichzeitig verlässt jemand aus dem inneren Kreis diesen und wechselt in den Zuhörerkreis. Das Ziel der Fish-Bowl-Diskussion besteht darin, offene Kommunikation und den Austausch unterschiedlicher Perspektiven zu fördern. Durch diese Methode wird ein dynamischer Gesprächsraum geschaffen, der es den Teilnehmenden ermöglicht, aktiv am Dialog teilzunehmen. Die Fish-Bowl-Methode eignet sich besonders gut für Themen, bei denen eine breite Beteiligung und der Austausch verschiedener Meinungen wichtig sind.

Next-Gen Karriere: Das sind die Begriffe der modernen Arbeitswelt

Von New Work, über Unplugging bis  Digital Literacy – mit derartigen Begriffen hält die heutige Arbeitswelt Tag für Tag neue Trendwörter bereit, mit denen Berufseinsteiger:innen in ihrem ersten Job häufig zum ersten Mal konfrontiert werden. Hier auf dem neuesten Stand zu bleiben, kann bei allen anderen Herausforderungen des ersten Jobs manchmal gar nicht so leicht sein. Doch um in der dynamischen Berufswelt erfolgreich zu sein, ist es unerlässlich, sich mit den aktuellen Trends und Entwicklungen vertraut zu machen. In unsererem New Work-Lexikon werfen wir monatlich einen Blick auf drei Trendbegriffe, die die Arbeitswelt von morgen prägen. Denn diese Schlagworte sind nicht nur Buzzwords, sondern haben einen tiefgreifenden Einfluss auf die Art und Weise, wie wir arbeiten und leben. Tauchen Sie mit uns ein in die Welt der neuen Arbeitskonzepte und erfahren Sie, wie diese Trends die Zukunft gestalten und welche Chancen sie für Studierende und Berufseinsteiger:innen bereithalten.

Digital Literacy – das klingt vielleicht nach einem Buzzword, ist jedoch in der heutigen Arbeitswelt von entscheidender Bedeutung. Aber was verbirgt sich hinter diesem Begriff? Digital Literacy bezeichnet die Fähigkeit, sich in der Welt der digitalen Technologien zurechtzufinden sowie kompetent und effektiv damit umzugehen. Es geht darum, nicht nur die verschiedenen digitalen Geräte und Systeme sicher zu nutzen, sondern auch Datenschutz zu wahren und sich vor Cyber-Bedrohungen schützen zu können. Warum das wichtig ist? In der Ära von New Work, in der Arbeitsprozesse und Kommunikation größtenteils digital ablaufen, ist digitale Kompetenz der Schlüssel zum Erfolg. Eine solide Digital Literacy ermöglicht nicht nur effizienteres Arbeiten, sondern auch das Finden von Lösungen und die Anpassung an die ständig wechselnden Anforderungen der digitalen Arbeitswelt. Es ist die Fähigkeit, sich in dieser digitalen Landschaft sicher zu bewegen und gleichzeitig innovativ und flexibel zu sein, die den Unterschied macht.

Shallow Work – vielleicht hast du diesen Begriff schon einmal gehört, aber konntest ihn nicht wirklich einordnen. Shallow Work beschreibt eine Arbeitsweise, bei der wenig Tiefgründigkeit gefragt ist. Die Tätigkeiten sind oberflächlich und weniger anspruchsvoll, oft Routineaufgaben wie das Beantworten von E-Mails. Da diese Arbeiten wenig Konzentration erfordern, neigen sie dazu, schnell erledigt zu werden. In der Welt von New Work streben Unternehmen jedoch danach, den Anteil an Shallow Work zu reduzieren. Warum? Um mehr Zeit für tiefgründige und anspruchsvolle Aufgaben zu schaffen, die einen echten Mehrwert bieten. Anstatt in oberflächlichen Aufgaben zu versinken, können insbesondere Studierende und Berufseinsteiger:innen von dieser Entwicklung sogar profitieren, indem sie ihre Fähigkeiten im Bereich des „Deep Work“ stärken. 

Kanban – Wer in seinen ersten Job startet, kennt die Situation: Man möchte sich gerade an eine längere Aufgabe setzen und schon flattern die E-Mails ins Postfach mit kleineren, aber dringenderen Aufgaben. Und schneller, als die Mails gelesen sind, ist auch das Chaos da. Kanban ist eine Arbeitsweise, die darauf abzielt, Aufgaben und Arbeitsabläufe effizient zu organisieren. Dabei werden die Aufgaben visualisiert und auf einem speziellen Kanban-Board dargestellt. Dieses Board besteht aus verschiedenen Spalten, die die verschiedenen Phasen des Arbeitsprozesses repräsentieren, wie zum Beispiel „ToDo“, „Bearbeitung“ oder „Erledigt“. Indem Aufgaben visuell dargestellt werden, können Teammitglieder den Arbeitsfluss verstehen, den Überblick über alle Aufgaben behalten und Prioritäten setzen. Das bedeutet nicht nur effizienteres Arbeiten, sondern auch eine klare Strukturierung von Aufgaben und Projekten.

Downsizing bedeutet eine gezielte Verkleinerung von Unternehmen, oft durch Entlassungen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Die Strategie zielt darauf ab, die Arbeitssysteme zu verbessern und die Organisation neu zu gestalten. Durch Schließung von Abteilungen, Reduzierung von Mitarbeiterzahlen und Flachhalten von Hierarchien sollen so Effizienz und Produktivität gesteigert werden. Das Ziel dahinter? Verkrustete Strukturen und Bürokratie abbauen, um Kommunikation und Entscheidungen zu beschleunigen. Allerdings passt dieser Ansatz häufig natürlich nicht in moderne HR-Strategien, die auf Mitarbeiterentwicklung und den Aufbau einer nachhaltigen Unternehmenskultur setzen. Alternativ entscheiden sich Unternehmen oft für das sogenannte „Rightsizing“, um die richtige Anzahl von Personalressourcen zu erhalten, anstatt sie radikal zu reduzieren.

Workation, ein cleveres Schachtelwort aus „work“ (Arbeit) und „vacation“ (Urlaub), bedeutet die Verschmelzung von Arbeit und Urlaub an einem attraktiven Ort fernab des gewohnten Büros. Diese innovative Arbeitsweise ermöglicht neue Perspektiven, das Zusammenwachsen des Teams und kann sogar die Work-Life-Balance verbessern. Dabei hilft die Veränderung des Arbeitsumfelds nicht nur, den Kopf frei zu bekommen, sondern inspiriert auch zu kreativen Ideen. Für Mitarbeiter:innen kann eine Workation nicht nur die Zufriedenheit im Job steigern, sondern auch die Arbeitsleistung während und nach der Workation verbessern. Das Konzept einer Workation ist also nicht nur ein Trend, sondern vielmehr ein Win-Win für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

„Coffee Badging“ ist ein Phänomen, das sich als stiller Protest gegen die Rückkehr ins Büro in Unternehmen manifestiert. In Situationen, in denen das Homeoffice zurückgebaut wird, zeigen Mitarbeiter Präsenz, indem sie für einige Stunden ins Büro kommen und dann wieder ins Homeoffice verschwinden. Diese Taktik erlaubt es, den formellen Anwesenheitspflichten nachzukommen, während man den Vorteil des flexiblen Arbeitens beibehält. Manche sehen darin einen Weg zu mehr Flexibilität und Effizienz, während andere das Phänomen als Umgehen der Anwesenheitspflicht interpretieren. Coffee Badging spiegelt häufig den Wunsch nach hybriden Arbeitsmodellen wider, die Präsenz und Freiheit gleichermaßen vereinen.

New Work ist ein modernes Arbeitskonzept, das traditionelle Arbeitsmodelle, starre Hierarchien und feste Arbeitszeiten hinter sich lässt. Es betont Flexibilität, Selbstbestimmung und Kreativität im Job. Dabei steht nicht mehr nur der feste Arbeitsplatz im Fokus, sondern vielmehr die individuellen Bedürfnisse und Potenziale der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Remote-Arbeit, flexible Arbeitszeiten und eigenverantwortliche Teamstrukturen sind nur ein paar der Elemente, die die Anwendung von New Work Konzepten ausmachen. Dabei fördert New Work in vielen Fällen eine ausgeglichene Work-Life-Balance, stärkt die Mitarbeiterzufriedenheit und steigert die Innovationskraft von Unternehmen, indem es Raum für Entfaltung und Ideenaustausch schafft.

Emotionale Intelligenz bezieht sich auf die Fähigkeit, Emotionen zu erkennen, zu verstehen, sie geschickt zu managen und in der Teamarbeit zu nutzen. In der modernen Arbeitswelt ist emotionale Intelligenz entscheidend und kann in vielen Situationen Gold wert sein. Menschen mit hoher emotionaler Intelligenz können nicht nur mit den eigenen Emotionen umgehen, sondern auch einfühlsam auf ihre Kollegen eingehen. Das schafft ein harmonisches Miteinander, löst Konflikte, motiviert Teams, noch besser zusammenzuarbeiten.

Design Thinking ist ein kreativer Ansatz, der in der modernen Arbeitswelt häufig zur Lösung komplexer Probleme eingesetzt wird. Hier dreht sich alles um die Nutzer – ihre Wünsche und Bedürfnisse stehen dabei im Rampenlicht. Unternehmen verwenden diesen Ansatz auch, um Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen entsprechen. Durch einen iterativen Prozess aus Verstehen, Ideenfindung, Prototyping und Testen ermöglicht Design Thinking innovative Lösungen. Dabei wird die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Abteilungen gefördert, flexible Arbeitskulturen geschaffen und Unternehmen wird es so ermöglicht, sich schnell verändernden Marktbedingungen anzupassen.